Baracke Nr. 5 wird als Dependance des NS-Dokumentationszentrums erhalten

Mit über 300.000 Euro bezuschusst die Stadt München den Erhalt der „Baracke Nr.5“ in der Ehrenbürgstraße 9 in Neuaubing. Dies hat der Bauausschuss des Münchner Stadtrats am 20. Januar beschlossen. Die Dependance des NS-Dokumentationszentrums soll in seiner Originalsubstanz erhalten werden. Dazu sind für insgesamt rund 360.000 Euro Baumaßnahmen an Fundament, Fassade, Dach und Innenräumen vorgesehen. In dem Lager wurden während des 2. Weltkriegs Zwangsarbeiter, die schwerpunktmäßig aus Osteuropa und Italien kamen und im nahegelegenen Reichsbahnausbesserungswerk bzw. bei der Firma Dornier arbeiteten, untergebracht.

Johann SauererStadtrat Johann Sauerer erläutert: „Ich begrüße die Entscheidung sehr. Die Baracke Nr. 5 ist ein bedeutendes Mahnmal der Zeitgeschichte. Es ist wichtig, dass wir Orte grausamer Verfehlungen und menschlichen Leides, die mitten unter uns sind, erhalten. Damit können wir tagtäglich und vor allem auch zukünftigen Generationen verdeutlichen, dass das Unrecht nicht nur in den bekannteren Konzentrationslagern wie z.B. Dachau, sondern auch vor unserer Haustüre geschah.“

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