Salomonische Lösung bei Gedenken an NS-Opfer

Hans Podiuk, Fraktionsvorsitzender

In zwei gemeinsamen Anträgen sprechen sich die Fraktionen von CSU, SPD und Bürgerliche Mitte für eine zentrale Gedenkstätte sowie die Möglichkeit zu einem dezentralen Gedenken an die Opfer des Nationalsozialistischen Terrors aus. Die zentrale Gedenkstätte soll im Umgriff des NS-Dokumentationszentrums errichtet werden. Das dezentrale Gedenken soll im Einvernehmen mit den Angehörigen in Form von Hinweisen an Häuserwänden erfolgen. Sollten Eigentümer damit nicht einverstanden sein, sind eigene Stelen auf öffentlichem Grund vorgesehen, die auf den Wohnort der entsprechenden Opfer hinweisen.

Der Vorsitzende der CSU Fraktion, Stadtrat Hans Podiuk erläutert:

„Der interfraktionelle Vorschlag ist eine salomonische Lösung. Das individuelle Gedenken ist unter Beteiligung der Angehörigen möglich. Gleichzeitig schaffen wir einen zentralen Erinnerungsort für alle Opfer und Opfergruppen des Nationalsozialismus. 

Der Münchner Stadtrat hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Alle Stadtratskolleginnen und Stadtratskollegen haben die verschiedensten Argumente und Sichtweisen von Angehörigen gehört und in großer Ernsthaftigkeit das Für und Wider für sich abgewogen. Eine Mehrheit für die Stolpersteine zeichnete sich für mich nicht ab. Daher ist die gefundene Vorgehensweise eine gute salomonische Lösung für München.“

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