CSU stimmt gegen Erweiterung der Hundekontrolleure im Außendienst

Der Münchner Stadtrat stimmte in seiner Vollversammlung am 29. April gegen die Stimmen der CSU für die dauerhafte Schaffung von zwei weiteren Personalstellen im Kreisverwaltungsreferat, die im Außendienst die Einhaltung der Münchner Hundeverordnung, also die Einhaltung der Leinenpflicht und etwaige Betretungsverbote, kontrollieren sollen.

Dr. Evelyne Menges

„München ist eine hundefreundliche Stadt. Die Münchner gehen sehr verantwortungsbewusst mit ihren Hunden um. Daher braucht es keine weiteren Hundekontrolleure.“ Mit diesen Worten fasste Stadträtin Dr. Evelyne Menges, stv. Fraktionsvorsitzende, die ablehnende Haltung der CSU Fraktion zusammen. „Die Beschlussvorlage zeigt eindeutig, dass die Hundekontrolleure überwiegend ohne begründeten sicherheitsrechtlich relevanten Anlass unterwegs sind uns sich somit nur um die Einhaltung der Grünanlagensatzung kümmern oder Fragen von Hundehaltern nach Hundetütenständern beantworten. Aber genau diese Aufgabe wird bereits von den 24 Mitarbeitern des Baureferats durchgeführt. Dafür braucht es keine weiteren Vertreter der Sicherheitsbehörde Kreisverwaltungsreferat. Das ist völlig überdimensioniert.“ 

Die Einrichtung eines Außendienstes für sicherheitsrechtliche Kontrollen geht auf verschiedene Vorfälle von Angriffen von Hunden auf Menschen zurück. Der Stadtrat hatte 2013 daraufhin eine Hundeverordnung erlassen und die Kontrolle der Einhaltung durch einen Außendienst mit 2 Personen beschlossen. Nun legte das Kreisverwaltungsreferat einen ersten Erfahrungsbericht vor, aus dessen Ergebnissen die bisherigen zwei Personalstellen entfristet, auf vier erweitert und dauerhaft eingerichtet werden sollen.

„Wenn Menschen ihre Hunde nicht im Griff haben und diese eine Gefahr für Mensch und Tier darstellen, muss selbstverständlich eingegriffen werden. Das wollen auch alle Hundehalter. Dazu braucht es aber keine vier Kontrolleure, die im ständigen Außendienst unterwegs sind. In der überwiegenden Zahl der Fälle schreitet die Sicherheitsbehörde aufgrund von Hinweise aus der Bevölkerung ein. Diese Personalstellen könnten sinnvoll in anderen Bereichen des Tierschutzes eingesetzt werden“, so Dr. Menges.

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