Weichenstellung für die intelligente Stadt von morgen

München bewirbt sich in einem Konsortium mit Wien und Lyon um Europäische Fördergelder für innovative Stadtentwicklungsprojekte. Im Projektgebiet Freiham, Neuaubing-Westkreuz und westliches Pasing sollen energiegerechte und sozialverträgliche Gebäudesanierungen erfolgen, Elektromobilität und intelligente Beleuchtung gefördert und integrierte Maßnahmen zur Energieversorgung durchgeführt werden.

Wie schaut die intelligente Stadt von morgen aus, die ressourcenschonend organisiert und  den hohen Mobilitätsansprüchen der Menschen gerecht wird? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines EU-Projektes, das mit dem übergeordneten Ziel des Klimaschutzes die Förderung von innovativen Projekten zur ressourcensparenden Entwicklung in Städten unterstützt. Der Münchner Stadtrat hat in seiner Vollversammlung am 29. April den Startschuss für die Bewerbung Münchens in einem Konsortium gemeinsam mit den Städten Wien und Lyon unter dem Titel „Smarter Together“ um mögliche Fördergelder gegeben.

Manuel Pretzl, stv. Fraktionsvorsitzender

„Im Mittelpunkt des Projektes stehen dabei das Projektgebiet Freiham, Neuaubing-Westkreuz und westliches Pasing. Dieses eignet sich ideal, da es ein Mischgebiet aus Neu- und Bestandsbauten ist und damit eine Blaupause für viele andere Stadtteile und Städte in Europa sein kann. Denn man muss wissen, dass Freiham das größte städtische Neubaugebiet in Europa und das Westkreuz das größte energetische Sanierungsgebiet in Deutschland ist“, erläutert der wirtschafts- und umweltpolitische Sprecher der CSU Fraktion Stadtrat Manuel Pretzl.

In dem Projektgebiet sind Neubauten und die Sanierung von Bestandsbauten nach höchsten energetischen Standards vorgesehen. „Damit die Sanierungen der Bestandsbauten sozialgerecht erfolgen können und viele Eigentümer mitmachen, werden die Maßnahmen speziell gefördert“, so Pretzl. „Zur intelligenten Stadt gehört auch die Energieversorgung aus regenerativen Energien wie dem Geothermie-Kraftwerk in Freiham. Richtig innovativ wird jedoch das sogenannte virtuelle Kraftwerk sein, das zentrale und dezentrale Energie aus verschiedensten Quellen wie zum Beispiel dezentraler Photovoltaikanlagen bündelt und über spezielle Energiespeicher effektiv und effizient einsetzt.“

Ein weiterer Fokus liegt auf der Förderung der Elektromobilität. Mit Car-Sharing-Angeboten und einem gezielten Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur sollen Anreize für den Umstieg der Anwohner auf Elektrofahrzeuge geschaffen und damit der umweltfreundlichen Elektromobilität zum Durchbruch verholfen werden.

Auch die vernetzte Kommunikation steht im Fokus. Dazu soll die Straßenbeleuchtung mit besonderer Technik ausgestattet werden. Pretzl: „Wenn man zukünftig auf dem Handy die Verfügbarkeit von Parkplätzen und die aktuelle Verkehrssituation auf einzelnen Straßen abrufen will, dann muss man heute die entsprechende Technik in der Praxis erproben und Projekte entwickeln, die die notwendigen Daten lesen und aufbereiten. Dies wollen wir im Projektgebiet gemeinsam mit führenden Partner aus der Wirtschaft angehen.“

„Wir als CSU sind von dem Projekt sehr begeistert, denn es ist ein einzigartiges  Leuchtturmprojekt vieler städtischer und privater Akteure und eine Weichenstellung für die intelligente Stadt von morgen. Daher unterstützen wir die Bewerbung Münchens voll und ganz und hoffen sehr, dass das Konsortium mit Wien und Lyon und das damit verbundene Gesamtkonzept den Zuschlag erhält“, fasst Pretzl zusammen. 

Josef Schmid, 2. Bürgermeister und Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft

Bürgermeister und Wirtschaftsreferent Josef Schmid kommentiert: „Es geht bei diesem Projekt darum, gemeinsam mit anderen europäischen Städten zukunftsfähige Lösungen für den urbanen Raum zu entwickeln. Ich erwarte mir von Smart Cities wichtige Impulse und innovative Lösungsansätze für München – insbesondere bei der Stadtentwicklung, beim Klimaschutz und bei der Steuerung von Mobilität. Auch die Münchner Wirtschaft wird von Smart Cities profitieren, weil dadurch innovative Produkte gefördert und Investitionen ausgelöst werden.“

Die Erkenntnisse aus dem Projekt sollen zur weiteren Stadtentwicklung genutzt werden, sowohl in München als auch in den anderen beteiligte Städten. Lyon und Wien würdigt Schmid als starke Partner: „Ich freue mich auf einen intensiven Austausch mit den Partnerstädten. Gemeinsam können wir ein Zeichen für moderne Stadtentwicklung setzen.“

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