Wiesn wird besucherfreundlicher und münchnerischer

Der Wirtschaftsausschuss des Münchner Stadtrats hat heute Korrekturen bei den Reservierungsmodalitäten sowie den reservierten Plätzen auf dem Oktoberfest beschlossen. Die neue Fassung der Betriebsvorschriften für das Oktoberfest 2015 sieht vor, 

  • dass die Mindestabnahme bei Reservierungen in den Mittelschiffen der großen Festhallen auf 2 Maß Bier und ein ½ Hendl pro Person beschränkt wird,
  • dass die Mindestabnahme bei Reservierungen in den Boxen, Seitenschiffen und Galerien der großen Festhallen auf 2 Maß Bier, ein ½ Hendl und einen Wertgutschein in Höhe von 10 Euro pro Person beschränkt wird,
  • dass die Mindestabnahme bei Reservierungen im Weinzelt und bei Käfer auf 80 Euro pro Person beschränkt wird,
  • dass die Mindestabnahme bei Reservierungen in allen anderen kleinen Zelten auf 60 Euro pro Person beschränkt wird.
  • Einen Zwang zur Abnahme und Vorbestellung eines Menüs bei der Reservierung darf es nicht mehr geben.
  • In den großen Festhallen sind Mo-Fr 25 Prozent der Plätze frei zu halten und dürfen nicht reserviert werden.
  • In den großen Festhallen sind an Samstagen, Sonn- und Feiertagen bis 15 Uhr 50 Prozent der Plätze frei zu halten und dürfen nicht reserviert werden.
  • In den großen Festhallen sind an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ab 15 Uhr 35 Prozent der Plätze frei zu halten und dürfen nicht reserviert werden.
  • Die Wirte erhalten zudem die Möglichkeit, 15 Prozent der frei zu haltenden Plätze speziell an Münchner zu vergeben. Gegen Vorlage des Ausweises kann pro Person mit Wohnsitz in München ein Tisch reserviert werden.

Manuel Pretzl, stv. Fraktionsvorsitzender

„Die letzten Jahre erreichten uns viele Klagen und Beschwerden über den hohen Konsumzwang bei der Reservierung von Tischen auf der Wiesn und vor allem darüber, dass man als Münchner keine Chance mehr habe, auf der Wiesn ohne Reservierung einen Platz zu finden. Wir nehmen diese Rückmeldungen sehr ernst und haben mit der Neufassung der Betriebsvorschriften nun reagiert“, erläutert der wirtschaftspolitische Sprecher der CSU Fraktion Stadtrat Manuel Pretzl. „Wir haben den Menüzwang abgeschafft, die Mindestabnahme bei Reservierungen auf einem maßvollen Niveau eingependelt und eine zusätzliche Reservierungsmöglichkeit für die Münchner Bevölkerung geschaffen. Alles in allem wird die Wiesn damit besucherfreundlicher und hoffentlich wieder mehr ein Fest der Münchner.“

Georg Schlagbauer

Wiesn-Stadtrat Georg Schlagbauer ergänzt: „Leben und leben lassen. Wir haben nach intensiven Diskussionen die größten Ausreißer bei den Reservierungskonditionen eingebremst. Auch bei den Platzreservierungen korrigieren wir die Entwicklung der letzten Jahre. Wir setzen sehr auf das Mitwirken der Wirte, damit die neuen Bestimmungen auch mit Leben erfüllt werden. Denn wir müssen alle dafür sorgen, dass die Wiesn ein Fest für die Münchner bleibt.“

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