Naturschutzgebiet Fröttmaninger Heide bürgerfreundlich gestalten!

CSU will Naturschutzgebiet „Südliche Fröttmaninger Heide“ als Erholungsge­biet für die Anwohner erhalten – Hunde sollen ihren Platz haben – Entmunitionierung der Fröttmaninger Heide soll angegangen werden

Dr. Evelyne Menges

Die stv. Fraktionsvorsitzende der CSU-Fraktion Stadträtin Dr. Evelyne Menges ist in großer Sorge. „Es kann der Bevölkerung nicht zugemutet werden, eine unmittelbar vor der eigenen Haustüre liegende Landschaft nicht für Erholungszwecke nutzen zu dürfen und bei einem Verstoß gegen die Verordnung Bußgelder bis zu 25.000 Euro zu riskieren. Die Wohnbe­bauung war zeitlich vor der Ausweisung der Südlichen Fröttmaninger Heide da!“

Verordnungsentwurf für das Naturschutzgebiet „Südliche Fröttmaninger Heide“ schränkt Erho­lungsmöglichkeiten für Anwohner ein

Hintergrund der Befürchtungen von Dr. Menges ist ein zunächst einmal sehr technisch klingender Vorgang. Durch Verordnung der Regierung von Oberbayern wurde der südliche Teil der Fröttma­ninger Heide einstweilig als Naturschutzgebiet bis zum 9. Mai 2016 sicher­gestellt. Dieses Gebiet umfasst eine Fläche von 347 ha. Nun beabsichtigt die Regierung von Oberbayern, dieses Gebiet als Naturschutzgebiet „Südliche Fröttmaninger Heide“ fest­zusetzen. Hierzu hat die Regierung von Oberbayern bereits einen entsprechenden Ent­wurf einer Verordnung erlassen. 

Dieser Verordnungsentwurf sieht eine Zonierung in vier verschiedene Gebiete vor, nämlich eine Schutzzone (grün gekennzeichnet, § 4 Abs. 1 a VO), eine Zone für das Heideerleben (blau ge­kennzeichnet, § 4 Abs. 1 b VO), eine Umweltbildungszone (rot gekennzeichnet, § 4 Abs. 1 c VO) und eine Zone für das freie Betreten (gelb gekennzeichnet, § 4 Abs. 1 d VO). Die blau gekenn­zeichnete Zone für das Heideerleben umfasst 175 ha, also 50% des Heidegebietes, während die Zone für das freie Betreten mit 34 ha lediglich 10% des Hei­degebietes umgreift.

Dr. Menges: „Im Gebiet um die Südliche Fröttmaninger Heide leben ca. 10.000 Menschen. Die Südliche Fröttmaninger Heide und eine sehr große Schutzzone grenzen jedoch unmit­telbar an das dichte Wohngebiet an. Die dort lebende Bevölkerung ist auf die wohnortna­he Erholungsnutzung angewiesen. Dies wird im Verordnungsentwurf nicht ausrei­chend berücksichtigt. So begrü­ßenswert ich grundsätzlich die Schaffung des Naturschutz­gebietes erachte, so wenig kann ich den jetzigen Vorschlag nachvollziehen und unterstüt­zen. Es kann nicht sein, dass die Menschen mehr oder weniger ausgesperrt werden bzw. die betretbaren Erholungsgebiete am anderen Ende des Naturschutzgebietes sind.“

Einschränkungen für Hundehalter bieten Konfliktpotential

„Was ich aber überhaupt nicht verstehen kann, sind die Einschränkungen für Hundehalter. Nach den vorliegenden Plänen wird es kaum mehr möglich sein, Hunde frei laufen zu las­sen. Die dafür vorgesehen Flächen sind klein und weit entfernt. Hier sehe ich großes Konfliktpoten­tial, da die auf dem Reißbrett entstandenen Plä­ne mit der Realität nicht vereinbar sind“, so Dr. Menges, die sich als tierpoliti­sche Sprecherin der CSU auch stark für Hunde macht.

Stellungnahme der Stadt soll für Umdenken bei Regierung von Oberbayern sorgen

Vor dem genannten Hintergrund stellen die CSU Stadträte Dr. Evelyne Menges, Richard Quaas und Thomas Schmid heute einen umfangreichen Antrag, mit dem sie die Stadtver­waltung beauftra­gen wollen, die genannten Sorgen in der vorgesehenen Stellungnahme der Landeshauptstadt ge­genüber der Regierung von Oberbayern aufzugreifen. So soll eine wohnortnahe großflächige Be­gehung der Fröttmaninger Heide für Erholungszwecke jederzeit möglich sein. Für Hunde der An­wohner soll ein ganzjähriger Freilauf möglich sein. Für auswärtige Hundehalter soll eine Zugang von Seiten der Ingolstädter Straße mit Parkplatz eingerichtet werden. Weiterhin wird ein Vorschlag zur Entmunitionierung der Fröttmaninger Heide gefordert.

„Wir wollen, dass die Stadt die genannten Bedenken in ihrer offiziellen Stellungnahme gegenüber der Regierung von Oberbayern zur Sprache bringt und eine für alle, Mensch, Natur und Tiere trag­fähige Lösung gefunden werden kann“, fasst Dr. Menges die Intention des Antrages zusammen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s