Erfolgsmodell CarSharing wird weiter vorangebracht

Dr. Alexander Dietrich
Dr. Alexander Dietrich

Dem Kreisverwaltungsausschuss wurde heute seitens der Technischen Universität Dresden eindrucksvoll bestätigt, wie zahlreich die CarSharing Angebote bereits heute angenommen werden und welche Nutzen die Förderung dieses Mobilitätskonzepts für die Stadt und die Menschen hat.

Brauche ich wirklich ein eigenes Auto, wenn ich in der der Innenstadt wohne und guten Zugang zum ÖPNV-Netz habe? Diese Frage stellen sich offenbar immer mehr Bürgerinnen und Bürger. Die Evaluation CarSharing belegt: Gerade solche Haushalte, die vorher schon über eine Abschaffung eines PKW oder den Verzicht eines Neukaufes nachgedacht haben, nutzen die Autos der CarSharing-Anbieter vermehrt. Sie werden finanziell entlastet, wenn sie nur hin und wieder ein individuelles Transportmittel brauchen. Einer verkehrlich belasteten Großstadt wie München hilft dieses Verhalten ebenfalls. Weniger eigene Fahrzeuge bedeutet weniger Verkehr, denn ein CarSharing-Auto ersetzt drei private Pkw. Da die CarSharing-Nutzer insgesamt deutlich weniger Kilometer fahren als die Besitzer eigener Fahrzeuge, reduziert sich die Gesamt-Kilometerleistung im Schnitt um 5 Prozent pro Jahr. Ergo reduziert dieses Modell die Feinstaub- und Umweltbelastung.

Die CSU ist sich deshalb mit ihrem Kooperationspartner SPD einig, das Erfolgsmodell CarSharing in München weiter zu fördern. Mit einem gemeinsamen Änderungsantrag soll erreicht werden, dass künftig auch vollflexible Anbieter (wie derzeit DriveNow und car2go) auf Bewohnerparkplätze und den Sondergebieten Hauptbahnhof plus Altstadt parken dürfen. Die Nutzer dieser Betreibermodelle müssen ihr Auto nicht in das Ausleihgebiet zurück bringen und sollten daher überall in München parken können, wie das bereits die Nutzer der teilflexiblen Angebote dürfen. Außerdem soll die Gebühr für die Ausstellung einer fahrzeugbezogenen Ausnahmegenehmigung 900 Euro pro Jahr zuzüglich einer Verwaltungsgebühr von 30 Euro betragen. Wobei die Gebühr für die Ausstellung pro Anbieter nur für maximal 600 Fahrzeuge erhoben wird. Zusätzliche Fahrzeuge des gleichen Anbieters sind von der Gebühr befreit. Damit wird ein weiterer Anreiz zur Angebotsausweitung geschaffen.

„CarSharing hat einen immer größeren Anteil an der Zukunft des Individualverkehrs in München. Wir wollen deshalb, zusammen mit unserem Partner SPD, die Rahmenbedingungen für eine Ausweitung der Angebote attraktiv gestalten, um CarSharing weiter voranzubringen. CarSharing soll so einfach wie möglich für Anbieter und Nutzer gestaltet werden. Alle Anbieter sollen Lizenzen in jedem Stadtgebiet erhalten. Durch die Deckelung der Gebühren für die Genehmigungen können die Firmen noch mehr Stationen bauen und gemeinsam genutzte Fahrzeuge auf die Straße bringen. Im Gegenzug möchten wir von den Firmen jährlich die Daten über die Nutzungsentwicklungen bekommen, um das CarSharing weiter zielgerichtet auszubauen. Skeptisch sind wir aber bei der künftigen Nutzung der ungefähr 1.500 freiwerdenden Stellplätze. Natürlich entsteht Platz für eine Neugestaltung des öffentlichen Raums. Aber bereits ohne das CarSharing fallen viele Stellplätze in der Innenstadt weg. Außerdem ist der Zuzug nach München ungebrochen und der Wohnraum wird nachverdichtet. In dieser Situation ist es falsch, die Abschaffung von zusätzlichen Stellplätzen zu fordern.“ so Stadtrat Dr. Alexander Dietrich, Sprecher der CSU Fraktion im KVR-Ausschuss.

Manuel Pretzl
Manuel Pretzl

Stadtrat Manuel Pretzl, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CSU Fraktion, sieht gute Chancen der Kombination der Elektromobilität mit CarSharing: „Zwei innovative Zukunftstechnologien können beim Thema Elektro-CarSharing sinnvoll miteinander verknüpft werden. Mit unseren kürzlich beschlossenen Förderrichtlinien zur E-Mobilität werden mehr Ladesäulen in der Stadt errichtet und die Anschaffung der gewerblich genutzter Fahrzeuge wird gefördert. Beides kommt auch den CarSharing-Anbietern zugute. Die E-CarSharing-Autos reduzieren die Emissionen in der Stadt. Die Nutzer solcher geliehenen E-Auto können diese Technologie ausgiebig testen. Vielleicht schafft das den Anreiz, bei einem Neukauf auf ein E-Fahrzeug zu setzten, statt auf ein konventionelles Fahrzeug. Wir gehen davon aus, dass durch die von uns gesetzten Anreize bald noch mehr Nutzer auf ihre eigenen Autos verzichten und somit den Verkehr und die Umwelt entlasten.“

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