Forderung nach sinnvoller Bekämpfung des Fuchsbandwurms

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Dr. Evelyne Menges

Der Kreisverwaltungsausschuss hat vor kurzem beschlossen, den Fuchsbandwurm aktiv zu bekämpfen. Um zunächst herauszufinden, wie hoch die Fuchspopulation mit dem ansteckenden Erreger infiziert ist, rät die TU München zum Start eines Monitoring-Programms. Aufgrund der Ergebnisse dieser Maßnahme kann der Stadtrat anschließend entscheiden, wo und in welchem Umfang eine Entwurmung der Füchse beginnt.

Für das Monitoring werden Füchse aus allen Vierteln Münchens untersucht. Derzeit werden jährlich rund 180 Füchse tot aufgefunden. Entweder sterben sie einen natürlichen Tod, werden überfahren oder von Jägern geschossen. Diese Tiere ziehen die Beauftragten bei der Untersuchung heran. Für ein aussagekräftiges Monitoring benötigt man laut der Sachverständigen ungefähr 200 Tiere. In seiner Vorlage geht das Kreisverwaltungsreferat (KVR) allerdings von 300 notwendigen Füchsen aus.

Stadträtin Dr. Evelyne Menges, tierschutzpolitische Sprecherin der CSU Fraktion, zu diesem Thema: „Ich bin absolut für das Fuchs-Monitoring. Der Fuchsbandwurm ist eine nicht zu unterschätzende, ansteckende Krankheit, die entweder direkt oder über unsere Haustiere auf uns Menschen übertragen wird. Die Folgen der Infektion sind fatal, da die Krankheit nach langer Inkubationszeit nicht rechtzeitig erkannt wird und nicht behandelbar ist. Wir wissen nicht, wie viele Füchse betroffen sind, also müssen wir das untersuchen. Aber als tierschutzpolitische Sprecherin bin ich entschieden gegen die aktive Tötung von Füchsen für dieses Programm. Warum sollen Tiere dafür sterben? Unser Ziel ist doch die Bekämpfung des Fuchsbandwurms und nicht der Füchse. Ich fordere das KVR auf, die bereits toten Tiere einzusammeln und die Untersuchung solange zu betreiben, bis genügend Füchse für das Monitoring zur Verfügung stehen. Auch wenn die Untersuchung dadurch etwas länger dauert: So viel Zeit muss sein!“

Manuel Pretzl
Manuel Pretzl

„Die CSU Fraktion geht davon aus, dass keine zusätzlichen Tiere für das Monitoring getötet werden müssen. Mir ist nicht klar, warum das KVR anscheinend weiterhin von 300 Füchsen ausgeht und weitere Tötungen anordnen möchte. Schließlich geht die TU München von 100 Tieren weniger aus.“ so Stadtrat Manuel Pretzl, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CSU Fraktion.

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