Verkehrssituation am Tierpark wird entlastet

Manuel Pretzl
Manuel Pretzl

CSU Fraktion befürwortet Bau eines Parkhauses an der Siebenbrunner Straße

An schönen Tagen steht der Verkehr rund um den Tierpark still. Warum das so ist und was für eine Verbesserung getan werden kann, darüber informierte der Tierpark den Wirtschaftsausschuss heute.

Das Verkehrsgutachten bestätigt viele Vermutungen. Es hat sich gezeigt, dass die Münchnerinnen und Münchner ganz überwiegend mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Rad zum Zoo fahren. Der Stau am Harlachinger Berg, auf der Thalkirchner Brücke und im umliegenden Viertel entsteht hauptsächlich durch den Suchverkehr der Besucherinnen und Besucher aus dem Umland oder von weiter weg. Für die weiteren Planungen ergeben sich daraus Konsequenzen. Die Einführung eines MVV-Kombitickets ist beispielsweise nicht zielführend. Zum einen ist die MVV-Nutzungsquote bereits sehr hoch. Zum anderen ist die Einrichtung der Automaten im Verhältnis zu den möglichen Einnahmen wohl nicht wirtschaftlich. Sinnvoll erscheint jedoch die Installation der MVG-Mietradstationen in Tierparknähe. Die nachhaltigste Verbesserung der angespannten Verkehrssituation vor Ort würde jedoch das Parkhaus an der Siebenbrunner Straße bringen. Der Rückstau durch den Parkplatz-Suchverkehr würde sich damit auflösen.

Stadtrat Manuel Pretzl, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CSU Fraktion, zeigt sich erfreut über die konstruktive Debatte bezüglich des Parkhauses: „Derzeit gibt es einfach zu wenige Stellplätze für die vollbesetzten Autos der auswärtigen Besucherinnen und Besucher. Wir haben schon immer gefordert, die unzumutbar belasteten Anwohnerinnen und Anwohner mit dem Bau eines Parkhauses zu entlasten. Endlich wurde durch das Verkehrsgutachten belegt, dass das Parkhaus samt intelligentem Verkehrsleitsystem die verkehrlichen Probleme am Tierpark löst. Alternative Standorte wurden unter Berücksichtigung der besonderen ökologischen Situation an der Isarhangkante und im Landschaftsschutzgebiet untersucht. Sie sind ungeeignet, da Baumaßnahmen zu sehr in das ökologische Gefüge der Isarauen eingreifen würden. Das Parkhaus am jetzigen Standort löst gleichzeitig das Problem der bisher ungehinderten Versickerung von Benzin und Öl. Der Boden dort ist nachweislich sehr belastet und die umweltschädlichen Stoffe dringen bisher ungehindert ins Erdreich ein. Mit einer Bodenversiegelung wird das unterbunden. Ich bin zufrieden mit dem derzeitigen Planungsstand und bin gespannt auf die weiteren Entwicklungen.“

Zoodirektor Rasem Baban führt aus, dass das geplante Parkhaus recycelbar und rückstandsfrei rückbaubar werden soll. Es könne schließlich sein, dass sich das Mobilitätsverhalten in 50 Jahren ändere und das Parkhaus nicht mehr gebraucht werde. Außerdem sei eine Begründung von Fassade und Dach geplant. Das Gebäude für ungefähr 1.180 Stellplätze würde mit maximal 14 Meter Höhe die Baumgrenze nicht überschreiten und in der Umgebung gar nicht auffallen. Trotz einer kostengünstigen Modulbauweise werde das Parkhaus architektonisch ansprechend gestaltet.

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