Bessere Bildungschancen für Kinder und Jugendliche in München

Beatrix Burkhardt
Beatrix Burkhardt

Im heutigen Bildungsausschuss wurden wegweisende Beschlüsse gefasst: Das Angebot der städtischen Sing- und Musikschule wird deutlich erweitert und ein nachhaltiges Konzept für die Beschulung von berufsschulpflichtigen Flüchtlingen auf den Weg gebracht.

Der Begriff „Bildung“ umfasst ein vielfältiges Themenspektrum, was sich in der Tagesordnung des Bildungsausschusses widerspiegelt. Bei der Weiterentwicklung der städtischen Sing- und Musikschule geht es um die Anpassung des Angebots an die wachsende Nachfrage. Mit der Lösung einer ganz anderen, sehr drängenden Frage beschäftigt sich die Vorlage zur schulischen Förderung von berufsschulpflichtigen Flüchtlingen. So unterschiedlich beide Themen sind, sie haben dennoch vieles gemeinsam: Beides möchte die Landeshauptstadt München fördern und steckt deshalb viel Geld und Manpower in die Umsetzung. Außerdem zielen beide Fördermaßnahmen unter anderem auf eine gute, chancengleiche Integration von Kindern und Jugendlichen ab.

Städtische Sing- und Musikschule:
München wächst und derzeit stehen ca. 1.860 Kinder auf einer Warteliste. Die Stadt möchte ihr bestehendes Angebot erweitern, gerade in den Stadtbezirken Au/Haidhausen, Moosach, Milbertshofen und Ramersdorf/Perlach. Dort ist einerseits großer Bedarf erkennbar, andererseits möchte man bildungsferne Schichten und Kinder aus Gebieten mit sozialen Brennpunkten für das Konzept der Schule begeistern. Das Referat für Bildung und Sport möchte mit der Verstärkung des musikalischen Bildungsangebots einen Beitrag für mehr Chancengleichheit in der kulturellen Bildung leisten. Zusätzlich soll in der Grund- und Förderschule in der Bayernkaserne ein neuer Standort eröffnet werden. Für alle geplanten Maßnahmen werden zusätzlich rund 12 neue Stellen bewilligt. Den Personalausgaben in Höhe von jährlich 731.298 Euro ab 2017 stehen Erlöse in Höhe von 504.800 Euro gegenüber.

Stadträtin Beatrix Burkhardt, bildungspolitische Sprecherin der CSU-Fraktion, sagt: „Wir freuen uns über die längst fällige Erweiterung der städtischen Sing- und Musikschule. Im Rahmen des IKARUS-Angebots können die Kinder fünf Instrumente in einem Jahr ausprobieren. Solche Programme sind besonders für Kinder aus einem schwierigen sozialen Umfeld wichtig. Sie finden Halt in der Gemeinschaft und haben Spaß an ihren Fortschritten. Deshalb ist die neue Schule in der Bayernkaserne der ideale Standort für die städtische Sing- und Musikschule und der Auftakt für kommende Entwicklungen.“

Berufsschulpflichtige Flüchtlinge:
Unter den Flüchtlingen, die München verstärkt seit letztem Sommer erreicht haben und die nun hier bleiben, sind viele berufsschulpflichtige Jugendliche. Die Stadt legt jetzt ein Integrationskonzept vor, weil klar ist, dass der Betreuungsbedarf für Schülerinnen und Schüler mit Fluchthintergrund deutlich höher ist, als bei in Deutschland aufgewachsenen Jugendlichen. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: traumatische Erfahrungen, fremde Kulturkreise oder unterschiedliche Bildungsvoraussetzungen. Für fast 200 neue Klassen mit rund 4.000 Plätzen werden circa 400 neue Stellen geschaffen. Dieses Bildungsprogramm kostet maximal 45,6 Millionen Euro, die fast vollständig vom Bund und Freistaat erstattet werden sollen. Die Berufsschule zur Berufsintegration wird von der Berufsschule zur Berufsvorbereitung am Bogenhausener Kirchplatz getrennt und am bisherigen Standort in der Balanstraße eingerichtet.

„Die jungen Flüchtlinge müssen eine Chance am Arbeitsmarkt bekommen. Das schaffen wir jedoch nur über ein Berufsschulsystem, das an die besonderen integrativen Anforderungen angepasst wird. Wir müssen die Jugendlichen an die Hand nehmen und sie mit Sprach- und Berufsvorbereitungskursen begleiten. Ich bin froh, dass wir diese komplexe Aufgabe aktiv angehen“, so Stadträtin Beatrix Burkhardt.

Ein Gedanke zu “Bessere Bildungschancen für Kinder und Jugendliche in München

  1. herzlichen Glückwunsch zu der Stundenkontingenterhöhung bei der Städt. Sing- und Musikschule.
    Damit setzt die Stadt München ein eindeutiges Zeichen Musikunterricht an der kommunalen Musikschule auch in der Zukunft zu bezahlbaren Gebühren für Kinder und Jugendliche zu ermöglichen.

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