CSU-Fraktion bringt Antragspaket für Senioren auf den Weg

CSU-Fraktion bringt Antragspaket für Senioren auf den Weg © Ljupco Smokovski / Fotolia.com
CSU-Fraktion bringt Antragspaket für Senioren auf den Weg
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Die CSU-Fraktion verabschiedet heute ein Antragspaket zum Thema „Senioren“. Ziel ist es, auf die Bedürfnisse und Probleme älterer Menschen in München aufmerksam zu machen. Die Stadt München muss sich überlegen, wie diese Bevölkerungsgruppe besser betreut und gefördert werden kann.

Anträge zum Thema „Wohnen und Pflege“:
Mit zunehmendem Alter steigt tendenziell die Versorgungs- oder Pflegedürftigkeit. Der Wunsch vieler Menschen, trotz der Einschränkungen möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben zu können, ist verständlich.
Denkbar wäre die Auflage eines Wohnungsbauprojektes mit veränderbaren Wohnungsgrundrissen. Eine Wohnung könnte wachsen oder schrumpfen im Laufe eines Lebens, je nach den Bedürfnissen der Bewohner.
Die Stadt München muss sich außerdem überlegen, wie die Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflege ausgebaut werden kann, um die Angehörigen besser zu entlasten, die ihre Eltern oder Großeltern zu Hause pflegen. Ergänzend dazu sollen wohnortnahe integrierte Versorgungszentren entstehen. In einem solchen Netzwerk mit niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen wären die oft stark behandlungsbedürftigen Menschen gut versorgt.
Ebenso muss man sich aktiv Gedanken über alternative Betreuungsformen machen. Die Stadt München wird aufgefordert, regelmäßig über die Entwicklung von altersgerechten Wohnformen und die Prüfkriterien der Heimaufsicht zu berichten.
Sollte die Pflege zu Hause nicht mehr machbar sein, gibt es die Möglichkeit in eine Pflegeeinrichtung oder ein städtisches Münchenstift zu ziehen. Für alle Einrichtungen fehlen derzeit massiv Pflegekräfte. Ein Grund dafür sind die hohen Lebenshaltungskosten in der Großstadt, angefangen bei der Miete. Um qualifiziertes Pflegepersonal zu bekommen, müssen daher dringend Dienstwohnungen für Pflegekräfte gebaut werden.

Dr. Reinhold Babor
Dr. Reinhold Babor

„Die CSU-Fraktion möchte die Seniorinnen und Senioren in München gut versorgt wissen. Wir setzen uns dafür ein, dass ihnen ein altersgerechtes Wohnen in ihrem Viertel – und hoffentlich so lange es geht in ihren eigenen Wohnungen – möglich und lebenswert bleibt“, so Stadtrat Dr. Reinhold Babor, seniorenpolitischer Sprecher der CSU-Fraktion.

Anträge zum Thema „Seniorenberatung und -hilfe“:
In den Alten- und Service-Zentren (ASZ) erhalten ältere Menschen Beratung und konkrete Hilfen. Neu ist das Projekt der ASZplus, deren Mitarbeiter unter anderem präventive Hausbesuche anbieten und die Seniorinnen und Senioren zu Hause über Betreuungsmöglichkeiten informieren. Nach der testweisen Einführung der ASZplus sollen die Ergebnisse vorgestellt und mit dem Seniorenbeirat beraten werden, damit im Anschluss zügig die flächendeckende Einführung starten kann.
Da viele Seniorinnen und Senioren mittlerweile sehr aktiv das Internet zu Informationszwecken nutzen, soll die städtische Homepage um ein „Senioren-Portal“ ergänzt werden. Bislang sind die speziellen Senioren Angebote oder Informationen des Seniorenbeirats zu versteckt.
Die Stadtwerke München könnten ihr Beratungskonzept zur Stromkostensenkung für den Kundenkreis der Senioren anpassen und ausbauen. Dies möge die Stadt anregen.
Kosten könnten auch bei den Kontoführungsgebühren gespart werden. Die Stadtsparkasse München sollte daher gebeten werden, diesem Kundenkreis gegenüber spezielle, kostengünstige Angebote zu machen

Marian Offman
Marian Offman

Stadtrat Marian Offman, Sprecher der CSU-Fraktion im Sozialausschuss, sagt: „Die Belange älterer Münchnerinnen und Münchner liegen uns am Herzen. Wir müssen uns deshalb anstrengen, ihnen möglichst barrierefrei alle erdenklichen Hilfsangebote zukommen zu lassen.

Zu guter Letzt möchte die Rathaus-CSU ein Musikprojekt mit den Münchner Philharmonikern anstoßen, vergleichbar zu ähnlichen Angeboten der Philharmonie Duisburg und den Thüringer Symphonikern. Die Musiker könnten Konzerte für Hochbetagte, Pflegebedürftige, Demenzkranke und deren Angehörige geben. „Es wäre schön, wenn wir diese oft mobilitätseingeschränkten oder isolierten Menschen wenigstens für ein paar Stunden glücklich machen könnten“, so Stadtrat Marian Offman.

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