Anfrage: Todesfälle auf Grund von Krankenhauskeimen ( MRSA / MRE )

Dr. Reinhold Babor
Dr. Reinhold Babor

Wer stationäre Krankenhausleistungen in Anspruch nimmt, wird dort häufig mit bakteriellen Erregern, die gegen Antibiotika resistent sind (MRSA und andere MRE), angesteckt. Patienten sterben somit an Infektionen, die sie vor Aufnahme ins Krankenhaus nicht hatten. Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene beziffert die Todesfallrate in Deutschland auf 40.000 Personen jährlich. Um wirksame Maßnahmen nach dem Vorbild skandinavischer Länder umsetzen zu können, ist die Erfassung dieser Daten unerlässlich.
Die notwendige Datenerfassung scheitert regelmäßig daran, dass die Kliniken und Altenheime aus Wirtschaftlichkeitsüberlegungen und wegen Personalmangels die nötigen Daten nicht bereitstellen können.
Der Schutz von Menschenleben hat aber absoluten Vorrang vor Kostenüberlegungen!

Daher ist zu fragen:

1. Welche konkreten Informationen liegen den städtischen Gesundheitsbehörden über Sterbefälle vor, für die eine Infektion mit Krankenhauskeimen nicht ausgeschlossen werden kann? (Unklare Todesursache z.B. Multiorganversagen o.ä.)
2. Wenn keine gesicherten Informationen vorliegen, wie hoch ist die Zahl resultierender Sterbefälle einzuschätzen? (Gesamtzahl der Todesfälle, davon mit unklarer Ursache)
3. Wenn keine belegbaren Informationen vorliegen, kann die städtische Gesundheits- behörde von den Krankenhäusern und Altenheimen konkrete Auskunft unter Fristsetzung verlangen?
4. Welche Maßnahmen wurden seit 2012 ergriffen, um die Ansteckungsgefahr in den                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    Krankenhäusern und Altenheimen zu verhindern oder zu vermindern, z.B. Aufnahmescreening aller Patienten, Quarantäne- Unterbringung, Hygienische  Maßnahmen, Kontrollmaßnahmen durch den Hygienebeauftragten usw.

Dr. Reinhold Babor

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