Antrag: Preis des NS-Dokumentationszentrums

Preis des NS-Dokumentationszentrums
Preis des NS-Dokumentationszentrums

 

Das NS-Dokumentationszentrum vergibt jährlich einen Preis für herausragende Publikationen und Aktivitäten zur Aufklärung über die Verbrechen des NS-Regimes. Der Preis ist mit 5000 € dotiert. Über die Preisträger befindet eine in der Zusammensetzung noch näher zu bestimmende Jury. Die Namen der Preisträger werden auf einer sichtbaren Tafel im NS‑Dokumentationszentrum im Zeitablauf dokumentiert.

Begründung:


Mit zunehmendem Auftreten rechtspopulistischer und rechtsradikaler Parteien und Gruppierungen im öffentlichen Raum werden hemmungslos Parolen und Hetztiraden der Naziverbrecher des Nationalsozialismus auf unseren Straßen und Plätzen skandiert. Dieses Klima das Ausgrenzens und der Ressentiments wird immer mehr durch rassistische Äußerungen in den sozialen Netzwerken verstärkt.

Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus waren die Grundpfeiler der braunen Verbrecherideologie. So ist es unsäglich, dass am vergangenen Samstag am Sendlinger Tor Platz über die Lautsprecher einer Neonazi-Demo die Parole “Ruhm und Ehre der deutschen Waffen …“ und andere ähnliche Nazisprüche erklingen konnten.

Die Vorsitzende der AfD denkt laut darüber nach, die Vokabel „völkisch“ neu zu verwenden und auf einer öffentlichen Veranstaltung der rechtsradikalorientierten Pegida wird vom Versammlungsleiter Israel „als weltweit größtes Konzentrationslager“ verunglimpft. Zynischer kann der Holocaust nicht geleugnet werden. Und das öffentlich auf den Straßen Münchens.

Zu dem Thema gibt es bereits Preise. Allerdings stellen heute diese Preise zunehmend auf andere gesellschaftlichen Phänomene ab. Deshalb und angesichts der aktuellen gefährlichen rechtsradikalen und rassistischen Umtriebe auf den Straßen und in den Netzwerken sollte alljährlich ein Preis des NS-Dokumentationszentrums vergeben werden, der alleine im Zusammenhang steht mit der Zeit des NS-Terrors und den Folgen.

Auch für die Öffentlichkeitswirkung des NS-Dokumentationszentrums wäre die jährliche Preisverleihung förderlich.

Die Verfasser dieses Antrages wollen unterstreichen, dass die Landeshauptstadt München in der Aufarbeitung des dunkelsten Kapitels seiner Geschichte hervorragendes geleistet hat und leistet. Der Vorschlag für diesen Preis ist ergänzend und soll eine zusätzliche Antwort auf die aktuelle Entwicklung auf den Straßen und in den sozialen Medien sein.

Marian Offman
Marian Offman
Richard Quaas
Richard Quaas

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