Anfrage: Alter Südlicher Friedhof – Ein Kulturerbe der Extraklasse beschmiert!

Richard Quaas
Richard Quaas

 

Der Alte Südliche Friedhof an der Thalkirchnerstraße ist ein einzigartiges Kulturdenkmal mitten in München und hat in seiner Bedeutung, nicht übertrieben, europäischen Rang!
Diese kulturhistorisch höchst interessante Friedhofsanlage gehört zu den schönsten erhaltenen Friedhöfen, die es in Deutschland und Mitteleuropa gibt und ist auch eine Oase der Ruhe und Stille für Anwohner und Besucher. Dieses Kulturdenkmal steht selbstredend unter Denkmalschutz und seit langen Jahren werden die zunehmend verfallenden historischen Grabmäler aufwändig restauriert und renoviert. Auch die eindrucksvolle hohe Friedhofsmauer aus roten Ziegeln wurde vor ein paar Jahren mit großem Aufwand in einen denkmalwürdigen Zustand versetzt.
Leider „zieren“ zwischenzeitlich fast flächendeckend Schmierereien und Graffitis bis zu einer Höhe von etwas über 2 Metern diese wunderbare alte Mauer und verunstalten damit das Baudenkmal massiv. Leider wird ganz offensichtlich nichts dagegen unternommen, die Schmierereien zügig wieder zu entfernen, um so Nachahmungseffekte zu vermeiden, wie man aus Erfahrung weiß.
Es wäre bei dieser Art der angerichteten Schäden durchaus auch vertretbar, die Mauer mit einem Überwachungssystem auszustatten, um wenigstens der Täter habhaft zu werden und die angerichteten Schäden von ihnen bezahlen zu lassen.

Ich frage deshalb den Oberbürgermeister:


1. Wer zeichnet für den Bauunterhalt der Mauer des Alten Südlichen Friedhofs an der Thalkirchnerstraße verantwortlich?
2. Sind die massiven Schmierereien und Graffitis auf der Mauer, an der Thalkirchner-, Kapuziner- und Pestalozzistraße den zuständigen Stellen bekannt?
3. Wenn ja, warum werden diese Verunstaltungen des Denkmals nicht zügig von der Mauer entfernt, schon allein auch deshalb, weil dann der Nachahmungseffekt geringer wird?
4. Wie hoch beziffert die Verwaltung die finanziellen Schäden an dem Bauwerk, die durch die Schmierereien und Graffitis entstanden sind?
5. Wird das Denkmal durch den unbefugten Auftrag von Farbe und chemischen Substanzen auch evtl. dauerhaft geschädigt oder lassen sich diese Verunstaltungen rückstandsfrei, ohne Beschädigung der historischen Substanz, entfernen?
6. Wäre angesichts der schon vorhandenen Schäden, nach einer Beseitigung der Schmierereien und der optischen und denkmalgerechten Wiederherstellung der Mauer, eine Überwachung der Mauer, zur Abschreckung neuer Taten aus der Sicht der Verwaltung sinnvoll?
7. Könnte die Mauer, wie das auch bei anderen großen Denkmälern in Europa durchaus üblich ist, mittels einer Videoanlage überwacht werden und so potentielle Täter abgeschreckt werden, weil sie fürchten müssen, schnell ermittelt zu werden?
8. Wenn ja, wie schnell könnte so eine Anlage einsatzbereit sein?
9. Wenn nein, welche Gründe stehen dagegen, nachdem auch die Schäden durch die Verunzierungen erheblich sind und eine Reinigung, bzw. Wiederherstellung hohe Kosten verursacht?

Richard Quaas
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