CSU beschließt Verbesserungen für Radfahrer und Fußgänger

Verbesserungen für Radfahrer und Fußgänger © pink badger / Fotolia
Verbesserungen für Radfahrer und Fußgänger
© pink badger / Fotolia

Der Bauausschuss hat heute eine Reihe von Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr beschlossen. In Pasing wird der Planungsauftrag für eine Brücke über die Offenbachstraße erteilt. Am Mittleren Ring werden zwei Unterführungen barrierefrei ausgebaut und insgesamt ertüchtigt. In der gesamten Innenstadt wird sich die Abstellsituation für Fahrräder verbessern, da Schrotträder flächendeckend schneller entfernt und mehr Fahrradanlagen überdacht werden.

Fuß- und Radwegbrücke über die Offenbachstraße:
Vorgesehen war diese Brücke nördlich der Bahntrasse in Pasing schon seit 1988. Mit dem Neubaugebiet an der Paul-Gerhardt-Allee erhöht sich der Bedarf einer attraktiven Verbindung ins neu gestaltete Pasinger Zentrum. Ein weiteres Plus: Diese Brücke soll Teil der Fahrradhauptroute werden, ausgehend von der Stadtmitte bis in den Münchner Westen. Baubeginn ist wohl im Frühjahr 2018. Der Bau wird voraussichtlich nach einem Jahr abgeschlossen sein, vorausgesetzt die Stadt einigt sich wie geplant bei den Erwerbsverhandlungen mit der Deutschen Bahn AG.

Johann Sauerer
Johann Sauerer

„Wir begrüßen diesen Projektauftrag außerordentlich. Die Brücke verbessert die Anbindung aller Anwohner östlich der Offenbachstraße an den Pasinger Bahnhof mit den zahlreichen ÖPNV-Verbindungen. Fußgänger und Radfahrer können nach Fertigstellung gefahrenfrei und komfortabel die stark befahrene Offenbachstraße queren. Zusammen mit der noch zu planenden Querungsbrücke über die Bahngleise, auf Höhe der Pasinger Kreuzung Am Knie, wird das Neubaugebiet an der Paul-Gerhardt-Allee für Radler und Fußgänger gut erschlossen“, so Stadtrat Johann Sauerer.

Barrierefreier Ausbau und Aufwertung zweier Fuß- und Radwegunterführungen am Mittleren Ring:
An der Münchner Hauptverkehrsader Tegernseer Landstraße werden zwei Unterführungen – Chiemgaustraße und Otkerstraße – barrierefrei ausgebaut und aufgewertet. Beide Unterführungen sind sanierungsbedürftig und entsprechen in Aufbau, Gestaltung und Beleuchtung nicht mehr den üblichen Standards, was die jeweilige Aufwertung und Radverkehrsverbesserungen dringend erforderlich macht. An der Nordseite der Chiemgaustraße wird zusätzlich ein Bauwerk mit Rampen und zwei Treppen inklusive Schiebemöglichkeiten geschaffen. Südlich kommt eine Schutzwand, die den Verkehrslärm reduziert und die Grünanlage Scharfreiterplatz aufwertet. Die Kostenobergrenze liegt bei 1,7 Mio. Euro. An der Unterführung Otkerstraße entstehen auf der Ostseite eine neue Treppenanlage mit Schieberampe sowie ein neuer Aufzug, der die nach Süden führende Treppe ersetzt. Die MotelOne Group auf dem ehemaligen AGFA-Gelände hat großes Interesse an einer attraktiven Querungsmöglichkeit für ihre Gäste, weshalb sie die Betriebs- und Erhaltungskosten für  den Aufzug übernimmt. Westlich soll statt der Treppe eine barrierefreie Rampe gebaut werden. Die Projektkosten belaufen sich auf 2,6 Mio. Euro. Mit der jeweiligen Fertigstellung ist frühstens Ende 2018 zu rechnen.

Dr. Evelyne Menges
Dr. Evelyne Menges

„Im Juli haben wir im Stadtrat die Prioritätenliste für den Ausbau barrierefreier Querungen im Fuß- und Radverkehr beschlossen. Sehr erfreulich, dass diese zwei Projekte der Priorität 1 plus so zügig realisiert werden. Die Tegernseer Landstraße ist ein gefährliches Pflaster für Radler und Fußgänger. Es ist uns ein großes Anliegen, die beiden Unterführungen für alle attraktiv zu gestalten. Sie sollen keine Angsträume sein, sondern rasche und sichere Straßenquerungen ermöglichen“, sagt Stadträtin Dr. Evelyne Menges, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin der CSU-Fraktion im Bauausschuss.

Verbesserte Fahrrad-Abstellsituation:
Die Anzahl an öffentlichen Fahrradabstellplätzen ist beachtlich: das Baureferat betreut rund 1.800 Anlagen für ungefähr 35.000 Fahrräder. Trotzdem ist das Abstellen von Schrotträdern zunehmen ein Problem, blockieren sie vor allem an stark frequentierten Flächen dauerhaft Plätze. In einem fraktionsübergreifenden Antrag vom Dezember 2015 wurde das Baureferat aufgefordert, diese Schrotträder stadtweit in häufigerem Turnus als bisher zu entfernen. In Pilotaktionen hat sich die Markierung mit Banderolen und das anschließend zeitlich begrenzte Einlagern bewährt, Beschwerden blieben nahezu komplett aus. Ab 2017 soll in Kooperation mit der P+R Park & Ride GmbH ein dreistufiges Kontrollverfahren starten. Brennpunkt-Standorte werden in halbjährlichen Turnus überprüft, was 9 Prozent aller Abstellmöglichkeiten ausmacht. Bei allen anderen Anlagen reicht die jährliche Schrottradaktion aus. Ein weiteres Zuckerl für Fahrradfahrer ist die kontinuierliche Nachrüstung der Anlagen mit Überdachungen. Das Baureferat beauftragt einen Gutachter mit der Prüfung, welche B+R-Anlagen an U- und Trambahn-Stationen außerhalb des Mittleren Rings mit mehr als 20 Abstellplätzen in Frage kommen.

Sabine Pfeiler
Sabine Pfeiler

Stadträtin Sabine Pfeiler, Fahrradbeauftragte der CSU-Fraktion, sagt: „Wir wollen den Radverkehr in München ausbauen und attraktiver gestalten. Also müssen wir den Radlern Abstellflächen für ihre Räder bieten. Vor allem an den Umsteigemöglichkeiten zum öffentlichen Nahverkehr muss genügend Platz sein, denn die Menschen nutzen das Rad oft als unkomplizierten Zubringer zu ihrem Bus oder ihrer Bahn. Herrenlose Schrotträder müssen deshalb konsequent entfernt werden, denn sie blockieren wertvolle Stellflächen.“

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