Stadt München fördert artgerechte Tierhaltung – Rathaus-CSU befürwortet neue Beschaffungsleitlinie der Stadt

Bio-Siegel mit Herkunftsbezeichnung des Freistaats Bayern
Bio-Siegel mit Herkunftsbezeichnung des Freistaats Bayern

Der heutige Gesundheitsausschuss setzt sich mit seinem Beschluss, bei städtischen Beschaffungen den Anteil an Fleisch- und Fischprodukten nach den Standards des bayerischen Bio-Siegels mit Herkunftsnachweis in einem ersten Schritt auf mindestens 30 Prozent anzuheben, aktiv für die Förderung artgerechter Tierhaltung ein.

Der Wunsch der Bevölkerung, nach mehr Fleisch- und Fischprodukten aus artgerechter Tierhaltung wächst. Um die neue Dynamik in dieser verbraucherschutzrechtlichen Diskussion herauszuheben und die Vorreiterrolle der Landeshauptstadt München als Bio-Stadt auszubauen, führt die Stadt eine neue Beschaffungsrichtlinie ein. Der Anteil bio-regionalen Fleisch- und Fischprodukten wird bis Ende 2017 in einem ersten Schritt auf mindestens 30 Prozent angehoben, bei städtischen Empfängen sogar auf 100 Prozent.

Künftig werden nur Produkte zugelassen, die mit dem bayerischen, deutschen oder EU-Biosiegel zertifiziert sind, womit auch die artgerechte Tierhaltung gewährleistet wird. Außerdem wird der Gedanke der Regionalität mit aufgenommen, denn neuste Umfragen belegen: Regionalität ist den Verbrauchern mindestens genauso wichtig, wie das Kriterium „bio“. Diese Ergänzung – um die Forderung der Einhaltung der Produktionskette in Verbindung mit kurzen Transportwegen und einer damit einhergehenden Reduzierung des CO2-Ausstoßes – zielt ebenfalls auf Tier- und Umweltschutz ab. Momentan vereint nur das Bio-Siegel mit Herkunftsnachweis des Freistaats Bayern diese geforderten Bio- und Herkunftsstandards, weshalb eine Orientierung an diesen Standards zielführend ist.

Zusätzlich wird ein Pilotprojekt gestartet, an dem fünf Schulkantinen, Kindertagesstätten und eine städtische Gesellschaft teilnehmen werden. Dort soll der Anteil an regionalen Bioprodukten ebenfalls auf 30 Prozent angehoben werden.

Manuel Pretzl
Manuel Pretzl

„Die CSU-Fraktion vertritt klar die Haltung: Wo die Stadt in ihrer Zuständigkeit etwas für Tierschutz und Umweltschutz tun kann, wollen wir handeln. Deshalb verpflichten wir uns bei der Beschaffung von Fleisch und Fisch selbst zur Einhaltung nachhaltiger Vergaberichtlinien. Das neue Bio-Label für heimische Tierbetriebe bringt artgerechte Tierhaltung sowie unsere regionalen Produzenten mit ihren Spitzenprodukten voran. Indem wir Fleisch und Fisch von regionalen Bioproduzenten beziehen – und so die Transportwege sowie die Verkehrsimmissionen reduzieren –, tun wir gleichzeitig etwas für den Klimaschutz“, sagt Stadtrat Manuel Pretzl, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CSU-Fraktion.

Dr. Evelyne Menges
Dr. Evelyne Menges

„Tierschutz hat den gleichen verfassungsrechtlichen Rang wie Umweltschutz. Es wurde Zeit, dass die Stadt im eigenen Geschäftsbereich, wenn auch in kleinen Schritten, dem Rechnung trägt. Die Stadt erfüllt so ihre gesellschaftliche Vorbildfunktion“, so Stadträtin Dr. Evelyne Menges, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Tierschutzbeauftragte der CSU-Fraktion.

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