Modernisierung des MVV-Gemeinschaftstarifs beschlossen

Das Tarifsystem des MVV bleibt, wird jedoch modernisiert. In einem Pilotprojekt wird zusätzlich die Einführung eines „Be-In-Be-Out-Verfahren“ geprüft. Die CSU-Fraktion hat im heutigen Wirtschaftsausschuss zusätzlich die Prüfung eines Schüler- und Azubitickets gefordert, das einen Euro pro Tag – also 365 Euro im Jahr – kosten soll.

Moderner und innovativer soll das komplizierte ÖPNV-Tarifsystem in München werden. Deshalb hat der MVV viele Modelle und Systeme verglichen und die Gegebenheiten in anderen Städten untersucht. Das Ergebnis: Das modernste System Europas wird die geplante Reform nicht hervorbringen, denn die Ringe und Räume bleiben zunächst erhalten. Doch mit der Prüfung von Sortimentsergänzungen wird der Forderung nach gerechteren Tarifen entgegengekommen. Denkbar wären Jugendfreizeitkarten, Sozialtarife, Gelegenheitstarife oder Partnerkarten für Abonnenten. Mit zu hohen Anfangs-Investitionskosten wäre die Einführung eines „Be-In-Be-Out-Verfahren“ verbunden. Der erfolgversprechende Entfernungstarif wird trotzdem während eines Projekts getestet, bei dem die Fahrgäste die tatsächlich gefahrenen Strecken zahlen müssen. Die Tarifstrukturreform wird mit maximal 97.000 Euro veranschlagt.

Manuel Pretzl
Manuel Pretzl

Wir möchten zusätzlich die Einführung eines Schüler- und Azubitickets zum Preis von einem Euro am Tag prüfen. Alle Kinder und Jugendliche sollen die Chance zur Nutzung der sicheren öffentlichen Verkehrsmittel bekommen. Für die Eltern müssen die Tickets bezahlbar bleiben. Diese Forderung steht in einer Linie mit unserem Einsatz für die Fortführung eines fairen Semestertickets für Studenten“, so Stadtrat Manuel Pretzl, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Sprecher der CSU-Fraktion im Wirtschaftsausschuss.

 

Richard Quaas
Richard Quaas

Uns freut besonders die für 2017 vorgesehene Einführung des Anschlusstickets, das es bislang nur als Handyticket gab. Diese Forderung der CSU-Fraktion wird umgesetzt. Was viele nicht wissen: Möchte man über den eigenen Ringbereich der Monatskarte in der Innenstadt hinausfahren, müsste ein Innenraumticket und kein Einzelfahrschein am Automaten oder Schalter gelöst werden. Völlig unsinnig und überteuert. Vom Erfolg des Handy-Ergänzungs-Tickets profitieren bald alle ÖPNV-Nutzer“, freut sich Stadtrat Richard Quaas, verkehrspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion.

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