Seepferdchen für alle: Schwimmoffensive wird fortgeführt

Kristina Frank
Kristina Frank

Eine Münchner Umfrage bestätigt den Bedarf an Schwimmkursen: Nur die Hälfte der Kinder zwischen 5 bis 11 Jahren kann schwimmen. Die von der CSU-Fraktion initiierte und 2015 gestartete Schwimmoffensive in Schul- und SWM-Schwimmbädern wird mit Beschluss des Sportausschusses fortgeführt.

Im Februar 2015 stellte die CSU-Fraktion einen Antrag mit dem Ziel: Alle Kinder bis 10 Jahren sollen Schwimmfähigkeiten erlernen, um mindestens den „Seepferdchen-Schwimmstandard“ zu erreichen. Die anschließende Münchner Schwimmoffensive mit „Adhoc-Anfänger-Schwimmkursen“ des Sportamts und verschiedener Partner in Schul- und SWM-Schwimmbädern verzeichnet einen großen Erfolg: Über 2.600 Kinder mehr lernten dort bis zum Sommer Schwimmen.

Warum können immer weniger Kinder zum Ende der Grundschulzeit schwimmen? Die Gründe fasst eine Münchner Umfrage zusammen: Schulschwimmen fällt zu oft aus, die Schwimmfähigkeit hängt vom Haushaltseinkommen ab oder Eltern mit Migrationshintergrund ist das Schwimmenlernen des Nachwuchses nicht so wichtig. Daraus leiten sich Handlungsziele ab: Frühzeitig mit einem gestärkten Schwimmunterricht starten, Bedürftigen finanzielle Hilfen anbieten, durch Aufklärungsarbeit Bewusstsein schaffen und verstärkt Menschen mit Migrationshintergrund oder Behinderung fördern.

Der Sportausschuss hat dem Änderungsantrag von CSU und SPD zugestimmt, die Durchführung der Schwimmkurse nun komplett den Vereinen und anderen Trägern zu übertragen. Dafür werden Kursgebühren für bedürftige Personen bezuschusst, 30 % der Kursplätze können Selbstzahler nutzen. Für Kursgebühren und eine Bewusstseinskampagne werden 100.000 Euro bereitgestellt. Durch die Einstellung von drei neuen BadewärterInnen können die Schulschwimmbäder nun auch an Samstagen und während der Ferien genutzt werden.

Stadträtin Kristina Frank, sportpolitische Sprecherin der CSU Fraktion, erläutert: „Immer mehr Kinder können nicht schwimmen. Die Gefahr: Badeunfälle oder sogar Ertrinken. Vor diesem alarmierenden Hintergrund wollen wir die erfolgreiche Schwimmoffensive fortführen, damit alle Kinder bis 10 Jahren schwimmen lernen und das „Seepferdchen“ erlangen können. Unseren kompetenten Schwimmpartnern stehen bald mehr Wasserflächen zur Verfügung, um mit dem zusätzlichen Budget bestmöglich ihre Schwimmkurse durchzuführen. Außerdem wollen wir die Eltern mit einer Medienkampagne von der Wichtigkeit des Themas überzeugen. Die soziale Herkunft darf nicht darüber entscheiden, ob ein Kind schwimmen kann oder nicht.“

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