Antrag: Umgestaltung Max-Joseph-Platz – endlich Nägel mit Köpfen machen!

Der Stadtrat möge beschließen:

Die Verwaltung wird aufgefordert, noch bis zur Sommerpause 2017 dem Stadtrat mögliche Varianten eines Umbaus des Max-Joseph-Platzes in der Münchner Innenstadt vorzulegen.

1. Dabei sollten mögliche Varianten einer Lösung, zur Einfahrt der Tiefgarage sein, die nicht mehr auf dem Platz selbst, situiert werden sollte.
2. Es sollten Varianten einer möglichen neuen Platzgestaltung vorgelegt werden, die diesen klassischen Stadtplatz nach italienischen Vorbildern, ohne regelmäßigen Kfz-Verkehr zeigen.
3. Es sollte ein Verkehrskonzept vorgelegt werden, das nach der Zufahrt zum Hofgraben – zur Erschließung des Stadtviertels – eine autofreie Zone auf der gesamten Platzfläche vorsieht und in der Maximilianstraße für Reisebusse und LKW nur noch Anliegerverkehr zu den Hotels, bzw. Anlieferstationen zulässt, eine Aus- und Einsteigezone für Busse in der Alfons-Goppel-Straße vorsieht, sowie die Straßenbahngleise in die Fußgängerzonengestaltung integriert.

Begründung:

Seit weit über zwei Jahrzehnten beschäftigt sich nunmehr die Stadtpolitik mit einer Neugestaltung des zentralen Max-Joseph-Platzes in der Münchner Altstadt. Die hässliche Einfahrtsspirale, in die weiter notwendige, Tiefgarage hat bisher einen Umbau und eine andere Verkehrsführung verhindert. Auch seit den 90er Jahren beschäftigt sich das Planungsreferat und andere städtische Behörden mit diesem Platz, der eigentlich zu den schönsten Ensembles der Stadt, wenn nicht sogar Europas gehört. Leider hat viel zu lange Stillstand geherrscht, es wurde viel darüber geredet und sehr wenig getan.

Viele Stadtratsanträge und Ideen von Studenten und Stadtplanern wurden medial immer wieder aufgegriffen, verschwanden dann aber in den Schubladen der Verwaltung oder wurden schlicht vergessen.

So wurden z.B. abenteuerlich teure Varianten einer Garagenzufahrt unter der Staatsoper ventiliert und finanziell wieder verworfen, eine realisierbare Lösung aber nie ernsthaft gefunden, weil immer ein Grund, so etwas zu realisieren, dagegen stand. Nun wird es auch in Zukunft keine Garageneinfahrt geben, die die Stadt nicht in irgendeiner Weise optisch und baulich tangiert, das darf einer Entscheidung aber mehr nicht fortgesetzt entgegenstehen. Letztlich muss für die Neugestaltung des Max-Joseph-Platzes, auch ein städtebaulicher Kompromiss gemacht werden, sei es in der Maximilianstraße oder an anderer Stelle. Keine Entscheidung deshalb kann auch nicht der Weg sein.
An der Neugestaltung des Platzes und der Lösung einer Garageneinfahrt hängt die verkehrliche Neuordnung in der Maximilianstraße und dem Areal hinter der Residenz, wo z.B. die Buseinfahrt drastisch beschränkt werden muss, nur noch Zielverkehr zu den Hotels und zum Ein- und Aussteigen in der Alfons-Goppel-Straße möglich sein darf. Daran hängt die Fußgängerzone auf dem gesamten Platz, die höchstens durch Lieferverkehr und natürlich langsam fahrende Straßenbahnen gekreuzt werden darf, daran hängt die Zufahrt zum Hofgraben mit seinen Verzweigungen zum Rathaus und der Fahrradstraße in der Sparkassenstraße.

Ein ganzes Paket von optischer Gestaltung und Verkehrsmaßnahmen kann so endlich nach fast einem Vierteljahrhundert angepackt und verwirklicht werden, ein weiteres Zuwarten – auf was eigentlich? – ist nicht mehr zu verantworten, das sieht offensichtlich auch der Oberbürgermeister so, der sich erst jüngst wieder zu den Projekt bekannt hat.

Nur Bekenntnisse allein reichen nicht mehr, es muss jetzt endlich gehandelt und entschieden werden, lasst uns Nägel mit Köpfen machen!

Richard Quaas
Richard Quaas
Prof. Dr. med Hans Theiss
Prof. Dr. med Hans Theiss

 

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