Startschuss für den vierspurigen Ausbau des Föhringer Rings

Föhringer Ring © Kara / Fotolia
Föhringer Ring
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Der Planungsausschuss stimmte heute der jahrelangen CSU-Forderung nach dem vierspurigen Ausbau des Föhringer Rings zu.

Verkehrsbeobachtungen bestätigen seit Jahren die notorische Überlastung und Störanfälligkeit des Föhringer Rings in beide Richtungen. Zur Rushhour schleicht der Verkehr zäh über die mittlerweile sanierungsbedürftige Herzog-Heinrich-Brücke. Auch die MVG-Busse kommen nur mit Verspätungen durch dieses Nadelöhr. Hinzu kommt eine gesteigerte Unfallhäufigkeit auf der Strecke.  Rund 50.000 Kfz benutzen die Strecke innerhalb von 24 Stunden, zu Spitzenzeiten sind es 4.000 Kfz in der Stunde. Die Prognosen: In 2030 werden es wohl 75.000 Kfz pro Tag bzw. 6.500 Kfz pro Spitzenstunde sein. Im Münchner Nordosten entsteht in den kommenden Jahren ein weiteres großes Siedlungsgebiet, weshalb diese Voraussagen sehr wahrscheinlich zutreffen.

All diese Argumente sind schon lange bekannt. Im Jahr 1999 erteilte der Stadtrat die Genehmigung für das Ausbauprojekt. Seit 2004 liegt ein Planfeststellungsbeschluss der Obersten Baubehörde vor. Doch 2006 wurde das Vorhaben im städtischen Verkehrsentwicklungsplan von einer geplanten Maßnahme auf eine optionale Maßnahmen heruntergestuft, was 2008 wieder rückgängig gemacht wurde. Danach wurde das Projekt unverständlicherweise immer wieder verschoben. Sei es wegen dem Bau des Richard-Strauss-Tunnels oder der Abhängigkeit von der Durchführung der olympischen Winterspiele 2018 in München. Bereits 2014 und wieder in 2016 forderte Innenminister Joachim Herrmann den Stadtrat deshalb auf, endlich eine Entscheidung zum vierspurigen Ausbau herbeizuführen. Die Tangente hat schließlich überörtliche Bedeutung, v.a. für die Gemeinde Unterföhring mit ihren vielen Medienstandorten.

Manuel Pretzl
Manuel Pretzl

„Die CSU, der Freistaat, die Gemeinde Unterföhring, das Planungsreferat, die MVG sowie die Bürgerinnen und Bürger sind sich alle einig: Der Föhringer Ring muss endlich vierspurig ausgebaut werden. Wir haben schon viel zu lange gewartet, die Zweispurigkeit ist nicht länger hinnehmbar. Der Verkehr muss zügig über diesen Isarübergang fließen, doch die hohe Verkehrsbelastung blockiert täglich den ganzen Münchner Nordosten. Die Stadt muss schnell handeln und dringend ihr schlechtes Image als Stau-Hauptstadt Deutschlands loswerden. Das sind wir den staugeplagten Menschen und dem Stadtklima schuldig“, sagt Stadtrat Manuel Pretzl, Fraktionsvorsitzender der CSU-Fraktion.

Walter Zöller
Walter Zöller

„Die Stadt muss jetzt mit dem Freistaat und der Gemeinde Unterföhring über die Ausbau-Kosten verhandeln. München kann nicht die Hauptlast dieser überörtlich bedeutenden Maßnahme tragen. Knapp 40 % der 2,3 km langen Strecke des Föhringer Rings liegen schließlich auf dem Gebiet der Unterföhringer. Der Freistaat Bayern hat die Notwendigkeit der Brückensanierung und der Erweiterung mehrmals festgestellt. Folglich darf das Projekt nicht durch langwierige Kostenverhandlungen weiter verzögert werden“, so Stadtrat Walter Zöller, planungspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion.

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