Kustermannfahrbahn: Verkehrsregelung wird besser kenntlich gemacht

Manuel Pretzl

Die CSU im Wirtschaftsausschuss schätzt die derzeitige Widmung der Kustermannfahrbahn am Viktualienmarkt als praktikabelste Lösung für alle Verkehrsteilnehmer ein. In diesem Fußgängerbereich dürfen sich zusätzlich Radfahrer, Busse und Taxen bewegen. Damit weniger unbefugte Autos den Bereich queren, überlegt sich die Verwaltung weitere verkehrsbeschränkende Maßnahmen sowie bauliche Anpassungen und bessere Kennzeichnungen der beiden Einmündungsbereiche.

Drei Varianten hat das Referat für Arbeit und Wirtschaft hinsichtlich der Neuordnung der Kustermannfahrbahn vorgeschlagen: Fahrradstraße, teilgeöffnete Fußgängerzone oder beschränkte Ortsstraße. Letztendlich bleibt die alte Regelung der Fußgängerzone als „beschränkt-öffentlicher Weg, Fußgängerbereich, Radverkehr, Busse und Taxen frei“ bestehen. Warum wird die Viktualienmarkt-Straße nicht einfach zur regulären Fußgängerzone oder gar zur Fahrradstraße erklärt? Vordergründig geeignete Maßnahmen, um den rechtswidrigen Kfz-Schleichverkehr besser auszusperren und den Verkehr zur verringern.

„So einfach ist die Verkehrsregelung an dieser Stelle nicht“, sagt Stadtrat Manuel Pretzl, Fraktionsvorsitzender und Sprecher der CSU-Fraktion im Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft. „Die MVG würde aus Haftungsgründen ihre Busrouten über die Kustermannfahrbahn einstellen, wenn wir diesen Innenstadtbereich als reine Fahrradstraße ausweisen würden. Da wir keine Mobilitätsgruppe benachteiligen wollen und der Marienplatz weiterhin gut öffentlich erreichbar bleiben muss, ist die derzeitige Verkehrsregelung am fairsten. Handlungsbedarf erkennen wir bei der besseren Kennzeichnung. Wir halten Fußgänger, Radler, Bussfahrer, Taxler und Lieferanten zu erhöhter gegenseitiger Rücksichtnahme an – dann funktioniert das Konzept“, so Stadtrat Manuel Pretzl weiter.

Ein Gedanke zu “Kustermannfahrbahn: Verkehrsregelung wird besser kenntlich gemacht

  1. Es würde schon vieles besser werden, wenn die Polizei dort systematisch und öffentlichkeitswirksam kontrollieren würde. In der Residenzstraße (dort: Fußgängerzone mit Radfahrer frei) hat die Polizei in der Vergangenheit immer wieder Radfahrer kontrolliert, die sich nicht an die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit halten. Am Viktualienmarkt gab es solche Kontrollen seltsamerweise nie (zumindest nicht mit entsprechenden Pressemeldungen seitens der Polizei wie in der Residenzstraße). Dabei sind die gefahrenen Geschwindigkeiten am Viktualienmarkt (v.a. bei Taxifahrern, für die Zeit nunmal Geld ist) sehr hoch, teilweise bis zu 30 km/h und mehr. Aber leider hat man in München das Gefühl, dass die Polizei sich mit Taxifahrern nur ungern „anlegen“ will, sondern lieber Radfahrer kontrolliert – da ist wohl auch die Reaktion der Presse (und der Kunden der Taxifahrer) gegenüber den Kontrollen wohlwollender.

    Eigentlich sind Fußgänger auf der Kustermannfahrbahn gegenüber allen Fahrzeugen bevorrechtigt, beachtet wird das leider gar nicht. Hier zweimal pro Jahr mit Begleitung der Presse Verkehrssünder aus dem Verkehr ziehen würde schon viel nutzen und den Status der Strecke mehr ins Bewusstsein der Nutzer bringen.

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