Sanierung Elisabethmarkt – nachgefragt

Kristina Frank

Der Vorplanungsauftrag zur Sanierung des Marktes am Elisabethplatz stand heute auf der Tagesordnung des Kommunalausschusses. Die Konzeptfreigabe wurde nach zahlreichen Fragen und Anregungen der CSU-Fraktion qualifiziert in die nächste Stadtratsvollversammlung am 5. April vertagt.

Derzeit wird die geplante Sanierung des Elisabethmarktes in Schwabing viel diskutiert – im Viertel und in ganz München. Anlass sind die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie, die im Auftrag der Markthallen München erstellt wurde. Die vertieften Untersuchungen zeigen auf, wie sanierungsbedürftig der in die Jahre gekommene Lebensmittelmarkt tatsächlich ist und wie groß die Flächenbedarfe der Händlerinnen und Händler geworden sind. Lagermöglichkeiten, Anlieferung, Toilettensituation – alles unzureichend. Im Zuge der Sanierung sollen nach der Vorstellung des Kommunalreferats alle Standl abgerissen und in zusammengefassten Häuschen neu aufgebaut werden. Ein Teil der Händlerinnen und Händler sowie der Bezirksausschuss Schwabing-West befürworten diese Pläne.

Die Bürgerinitiative „Pro Elisabethmarkt“ ist besorgt, dass der Markt nach einem Abriss seinen einzigartigen Charme und Charakter verlieren würde. Ihrer Meinung nach sei eine Sanierung im Bestand vorzuziehen. Warum eine Bestandssanierung – wie am Markt am Wiener Platz und am Viktualienmarkt – schlecht realisierbar ist, skizzierten die Planer immer wieder. Die Ausgangssituation in Schwabing ist eine gänzlich andere als bei anderen Märkten. Sie unterscheiden sich von ihrem Angebot, ihrer Lage und ihrem Erscheinungsbild. Durch den Abriss des benachbarten Stadtwerke-Umspannwerks wird neben dem Elisabethmarkt zudem ein Komplex der Stadtsparkasse entstehen. Darin wird ein Mix aus Wohnungen, Büroräumen und Einkaufsmöglichkeiten entstehen. Durch die Abstimmung der Planungen und Bauarbeiten ergeben sich Synergien im Bereich der Tiefgaragenerschließung und Stellplätze. Die Händlerschaft soll künftig unterirdische Park- und Lagerräume erhalten. So soll die Zukunftsfähigkeit des Marktes sichergestellt werden.

„Wir müssen den Elisabethmarkt sanieren, daran besteht kein Zweifel. Da es bei der Phase der Erteilung des Vorplanungsauftrags aber ganz konkret um das „wie“ geht, war heute der richtige Zeitpunkt, die Planungen zu hinterfragen. Die Markthallen München werden uns rechtzeitig vor der Vollversammlung unter anderem vertieft Auskunft über die Möglichkeit einer Teil-Bestandssanierung und der Optimierung des Flächenzusammenspiels geben. Wir wollen alles durchdacht und alle Anliegen abgewogen haben, bevor wir eine fundierte Entscheidung treffen. Die Bürgerinnen und Bürger müssen jetzt und in Zukunft mitgenommen werden. Denn der Markt mit seinem einmaligen Flair und der angestammten Händlerschaft liegt uns sehr am Herzen“, sagt Stadträtin Kristina Frank, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin der CSU-Fraktion im Kommunalausschuss.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s