Kita-Sanierung Haimhauserstraße: Kein Ausweichstandort in Sicht

Dorothea Wiepcke

Die Kita in Schwabing-Freimann wurde über Nacht geschlossen und wird auf unbestimmte Zeit saniert. Ausweichstandorte wurden bislang nicht gefunden. Die CSU-Stadtratsfraktion fordert Konsequenzen aus den Erfahrungen mit dem Bauunterhalt von Kitas.

Die Geschichte hört sich abenteuerlich an: Aufgrund plötzlich festgestellter statischer Mängel musste die Kita an der Haimhauserstraße letztes Jahr von heute auf morgen geschlossen werden. Eine Sanierung im laufenden Betrieb war zu gefährlich, weshalb die Kinder seitdem in der vier Kilometer entfernten Kita an der Lissi-Kaeser-Straße unterkommen. Ein Alptraum für die Eltern, vor allem weil der zugesagt Shuttle-Service Startschwierigkeiten hatte.

„Den konkret betroffenen Eltern und Kindern wurde und wird durch die baugutachterliche Schlamperei einiges abverlangt. Die letzte umfassende Sanierung fand 1977 statt! Die Sitzungsvorlage sollte daher der Reflexion dienen: Was für Lehren lassen sich ziehen? Was kann man zukünftig besser machen, damit sich so ein Fall nicht mehr wiederholt? Ist die Baubegutachtung von Bestandsimmobilien gut organisiert? Hat man dringende Investitionen unter der letzten Stadtregierung unterlassen und den Bestand so sukzessive heruntergewirtschaftet?“, fragt Stadträtin Dorothea Wiepcke.

Mit einer frühzeitigen Beendigung der Sanierungsmaßnahmen ist laut Angaben des Referats für Bildung und Sport nicht zu rechnen. Bisher sind keine Gelder für die Sanierung eingestellt und keine konkreten Maßnahmen geplant. Im Bildungsausschuss am 02. Mai machten sie den Eltern zudem wenig Hoffnung auf einen baldigen Umzug in einen Interimsstandort. Zu hoch sind die Standards. Mal ist das Platzangebot bei Mietobjekten in der Nähe zu gering, mal sind die Ausweichflächen für Container- oder Pavillonanlagen nicht geeignet. Die CSU-Fraktion fordert vom Schulreferat mehr Kreativität bei der Standortsuche.

„Dem Stadtbezirk 12 gehen wichtige, bezahlbare Kindergartenplätze vorübergehend verloren. Es wäre zielführend, mit mehr Engagement an die großen örtlichen Unternehmen heranzutreten, ob diese freie Flächen vorübergehend zur Verfügung stellen können. Eventuell wäre eine abgespeckte Version der Kita – mit weniger Gruppen – auf in der Umgebung vorhandenen Freiflächen zu verwirklichen“, fordert Stadträtin Dorothea Wiepcke.

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