Städtische Wohnungsbaugesellschaften: Gerechtere Wohnungsvergaben an Mittelverdiener

Johann Sauerer

Der Planungsausschuss hat heute einheitliche Richtlinien für die Vergabe von Wohnungen aus dem eigenen Kontingent der städtischen Wohnungsbaugesellschaften beschlossen. Die CSU-Fraktion setzt sich mit einem Ergänzungsantrag erfolgreich für Menschen in zu großen Wohnungen ein, indem sie als Bewerbungsberechtigte für kleinere Wohnungen anerkannt werden.

Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften GEWOFAG und GWG haben ein Kontingent von 15 % an Wohnungen, das sie selbstständig vergeben dürfen – was jährlich rund 300 Neuvermietungen entspricht. Diese Wohneinheiten dürfen zum Erhalt der Münchner Mischung und zur Refinanzierung von Wohnungsbauprojekten teurer, aber natürlich innerhalb der Grenzen des Mietspiegels, an Personen mit mittleren Einkommen vermietet werden. Da Wohnungen in München ein knappes Gut sind, wurden die Vergabekriterien optimiert. Bewerbungen werden nur berücksichtigt, wenn neben sämtlichen Grundvoraussetzungen – z.B. Wohnsitz bzw. Arbeitsort in München, angemessene Wohnungsgröße, Einkommensgrenze – zusätzlich mindestens einer der zusätzlichen Vergabegründe erfüllt wird. Als da sind: Selbständiges Wohnen durch Umzug, Umzug aus krankheits- oder altersbedingten Gründen, Haushaltszusammenführung, Bedrohung von Wohnungslosigkeit, Unzumutbare Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsort sowie eine derzeitige Überbelegung oder Bedrohung von Wohnungslosigkeit.

Die CSU-Fraktion hat mit der Einführung des Vergabekriteriums „Unterbelegung von Wohnungen“ vor allem Senioren und Menschen im Blick, deren Lebensverhältnisse sich geändert haben, weil beispielsweise ein Partner gestorben ist oder die Kinder ausgezogen sind. „Mit diesem Kriterium haben Menschen einen Anspruch auf dieses Wohnungskontingent, die plötzlich in einer viel zu großen Wohnung leben und demnach zu hohe Mieten zahlen. Verhelfen wir diesem Personenkreis zu kleineren Wohnungen, helfen wir nicht nur diesen Menschen, sondern stellen Familien die freiwerdenden großen Mehrzimmerwohnungen zur Verfügung. Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften engagieren sich damit für Menschen mit mittleren Einkommen, die sich sonst einen Umzug eher nicht leisten könnten oder gar keine passende Wohnung finden würden. Ein guter Beitrag zur Linderung des Wohnungsmangels“, findet Stadtrat Johann Sauerer, Aufsichtsratsmitglied der GWG.

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