Großmarkthalle bleibt in Sendling! Für den Neubau wird ein privater Investor gesucht

Kristina Frank

Die neue Großmarkthalle wird am Standort in Sendling gebaut – das ist die wichtigste Nachricht aus dem heutigen Kommunalausschuss. Ein privater Investor soll die Halle bauen und an die Stadt vermieten, zur Weitervermietung an die Händlerschaft.

Das Kommunalreferat hat dem Kommunalausschuss ein umfassendes Nutzerbedarfsprogramm vorgelegt. Untersuchungen haben ergeben, dass der Neubau der neuen Obst- und Gemüsehalle zwischen Schäftlarnstraße und Thalkirchner Straße netto 105 Mio. Euro kosten würde, die Gesamtprojektkosten werden mit rund 148 Mio. Euro beziffert. Die Kooperationspartner CSU und SPD haben sich in einem umfassenden gemeinsamen Änderungsantrag darauf verständigt, keinen Generalunternehmer zu suchen, der das Projekt für die Stadt baut. Stattdessen wird mit einer Ausschreibung ein privater Investor gesucht, der die Halle planen, bauen und instandsetzen soll. Die Stadt wird die neue Großmarkthalle anschließend anmieten, um sie zu verträglichen Preisen an die Händler weiterzuvermieten.

„Mit unserer Entscheidung, die Großmarkthalle neu zu bauen, garantieren wir vor allem zwei Dinge: Den Erhalt des Großmarktes in München sowie die Obst- und Gemüsevielfalt in den Läden und Gaststätten. Ein privater Investor kann die Halle wahrscheinlich günstiger und schneller als die Stadt selbst bauen. Uns ist wichtig, dass alle derzeitigen Nutzer wieder einen Platz bekommen. Auch die Münchner Tafel als hochgeschätzte soziale Institution soll wieder auf dem Gelände unterkommen. Die Ausschreibung muss ohne weitere Zeitverzögerung erfolgen, damit die Fertigstellung 2021 nicht gefährdet wird“, sagt Stadträtin Kristina Frank, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin der CSU-Fraktion im Kommunalausschuss.

Hans Podiuk

„Die Großmarkthalle bleibt in München. Durch unsere Entscheidung für den Standort erhalten wir die gewachsenen Gewerbestrukturen und Arbeitsplätze in Sendling. Davon profitieren Händler, Großkunden und die Münchner Endverbraucher gleichermaßen. Ein privater Investor kann uns die neue Halle sicherlich zu guten Konditionen anbieten, damit wir die Mietflächen zu annehmbaren Kosten an die Händler weitervermieten können. Wir hoffen auf dynamische und kostenbewusste Bewerbungen“, so Stadtrat Hans Podiuk, Verwaltungsbeirat der Markthallen München.

2 Gedanken zu “Großmarkthalle bleibt in Sendling! Für den Neubau wird ein privater Investor gesucht

  1. Ein schwarzer Tag für Sendling. Bei PPP-Projekten gibt es immer einen Dummen der draufzahlt. Sein Name heisst nie Investor. Die Stadt wird noch viel Freude an der neuen Kommunalreferentin haben.

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  2. Warum hat der Stadtrat Bedenken die Großmarkthalle bis 2021 fertig zu stellen? Die Bauzeit beträgt ca. 10 Monate vergleichbar einem Baumarkt und erfolgt mit Fertigteilen. Die Verzögerungen können nur an der mangelnden Entscheidungsfreude des Stadtrats liegen und der unzureichenden Vorbereitung der Verwaltung. Am 23.11.2012 schrieb mir Herr Bernd Plank: „An der Erstellung des Gutachtens arbeitete über 15 Jahre hinweg ein Team von 15 bis 20 Personen.“ Wenn ein Unternehmen diese Langsamkeit an den Tag legen würde, käme der Insolvenzverwalter in Kürze.

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