Antrag: Kostenloses Kurzzeitparken

Manuel Pretzl

Der Stadtrat möge beschließen:

In den Vierteln des Münchner Stadtgebiets, in denen das Parkraummanagement bereits eingeführt ist, darf während der ersten fünfzehn Minuten kostenlos geparkt werden. Das kostenlose Parken wird dadurch ermöglicht, dass man sich aus jedem Parkautomaten für die ersten fünfzehn Minuten einen kostenlosen Parkschein ziehen kann. Dieser wird dann wie ein normaler Parkschein einsehbar hinter die Windschutzscheibe gelegt.

Begründung:

In vielen Städten gibt es die Regelung, dass für kurzzeitiges Parken auf öffentlichen, eigentlich kostenpflichtigen Parkplätzen keine Parkgebühren anfallen. Gerade in Situationen wie z. B. des Be- oder Entladens des Fahrzeugs oder der Anlieferung von Geschäften ist eine solche Regelung sinnvoll und bürgerfreundlich. Dies verhindert auch das häufig praktizierte Zuparken der Geh- und Radlwege. Ferner wird dadurch der kleinteilige und inhabergeführte Einzelhandel gestärkt.

4 Gedanken zu “Antrag: Kostenloses Kurzzeitparken

  1. Was wird denn getan, um die durch kostenloses Parken erhöhte Attraktivität des Autoverkehr anderweitig zu senken, damit der Autoverkehr durch diese Maßnahme nicht zunimmt? Ansonsten ist die Maßnahme schließlich schädlich, da sie die Verkehrsprobleme (genauer: das Problem des zu umfangreichen Autoverkehrs) verschärft, statt sie zu reduzieren, wie es eigentlich notwendig wäre.

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    • Sehr geehrter Herr Groß,

      danke für Ihren Kommentar. Bei dieser Maßnahme handelt es sich nicht um die Einführung von kostenfreiem Parken. Im Gegenteil, wir werden wohl bald über die Erhöhung von Parkgebühren abstimmen. Das kostenfreie Kurzzeitparken soll es Menschen ermöglich, kurze Erledigungen (bloßes Anhalten) kostenfrei erledigen zu können. Ein Anreiz, damit die Rad- und Fußwege nicht zugestellt werden. Andere Städte, wie Bremen oder Frankfurt, haben diese „Brötchenholtaste“ bereits mit Erfolg eingeführt.

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      • Selbst wenn man nur 15 Minuten kostenlos parken kann, bleibt es trotzdem die Einführung von kostenlosem Parken!

        Anreize zu schaffen, mit dem Auto zum Bäcker nebenan zu fahren, damit weniger auf dem Gehsteig oder Radweg parken, das ist die falsche Lösung! Hier würden MEHR Verkehr und damit MEHR Parkprobleme geschaffen.
        Wenn man sowieso einen Parkschein ziehen muss, kann man auch ein paar Cent (und mehr ist es nicht für 15 Minuten) dafür bezahlen.

        Wie wäre es damit, Anreize zu schaffen, mal das Auto stehen zu lassen und mit dem Rad oder zu Fuß zum Bäcker zu fahren oder gehen?
        Also Gegenvorschlag: vor jedem Laden einen Parkplatz opfern und darauf Radständer für 6 oder 8 Räder installieren! Plus jedem Laden ein kleines Wägelchen zur Verfügung stellen, damit auch die Kiste Wein zu Fuß nach hause geschoben werden kann.

        DAS wäre Verkehrspolitik für die Zukunft, vor allem in Zeiten von Dieselskandal und grenzenloser Grenzwertüberschreitung.

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  2. Die Parkgebühren in den Lizenzgebieten sind doch international betrachtet eh‘ ein Witz. 1€/h bzw. 6€/Tag halten doch nun wirklich keinen davon ab mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Da sind die Gebühren in jeder französischen oder italienischen Provinzstadt höher. Wirksam wären wohl eher 0,50€ je 10 Minuten und der Verzicht auf einen Tageshöchstsatz für Nicht-Anwohner. Zudem sind die Gebühren seit ich denken bzw. autofahren kann/darf (’98) nicht erhöht worden. Schon damals hat man meist 2 DM/h bezahlt. Abgesehen davon sind aber auch die Strafen für „Parksünden“ viel zu niedrig (10€-20€ sind billiger als jedes Parkhaus).

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