Kulturförderung: CSU bewilligt Steigerung der Zuschüsse

 

München steigert nächstes Jahr die Zuwendungen für Kultureinrichtungen. Wie von der CSU-Fraktion beantragt, bekommt beispielsweise das Metropoltheater eine dauerhafte Förderung. Auch der Münchner Bachchor erhält dringend notwendige finanzielle Unterstützung.

Die Liste der von der Landeshauptstadt München geförderten Kultureinrichtungen und Vereine ist lang und wird nächstes Jahr sogar noch länger. Sie umfasst die Förderung von Bildenden Künstlern, Ton- und Fotokünstlern, Theaterbühnen, Kulturtreffpunkten, Stadtteilprojekten, pädagogische Aktionen, interkulturellen Kunstprojekten und wissenschaftlichen Gruppen. Dauerhaft werden in 2018 916.999 Euro investiert, zusätzlich einmalig 212.131 Euro.

Richard Quaas

„Anhand der Förderliste erkennt man ziemlich gut, wie aktiv und vielfältig die Münchner Kulturlandschaft ist. Wir unterstützen Vereine und Projekte nicht, weil sie einem reinen Selbstzweck dienen, sondern weil sie unverzichtbare Anlaufstellen in den Stadtvierteln sind. Sie geben München mit ihrer künstlerischen Arbeit ideell ein Vielfaches mehr zurück, als sie finanziell von uns erhalten. Besonders freut uns die Regelförderung des Metropoltheaters sowie die Aufstockung der Zuwendungen auf 400.000 Euro. Dieses exzellente Sprechtheater kann somit auch in Zukunft ein einmaliges Programm anbieten. Auch der Bachchor darf sich über unsere Unterstützung freuen. Der Fortbestand des Traditionsensembles ist gesichert“, sagt Stadtrat Richard Quaas, Sprecher der CSU-Fraktion im Kulturausschuss.

Marian Offman

Die CSU-Fraktion hat der Gewährung der Zuwendungen für 2018 zugestimmt, mit Ausnahme der Zuschussgewährung für das Eine-Welt-Haus. Die internationale und interkulturelle Einrichtung wird seit Jahren maßgeblich von der Stadt finanziert. CSU-Stadtrat Marian Offman ist im Juli aus dem Beirat ausgetreten, nachdem die Mitgliederversammlung trotz des Widerstands im Beirat entschieden hatte, dem israelkritischen Verein „Salam Shalom“ Räume für Veranstaltungen zu vermieten. Die CSU-Fraktion hatte zuvor in einen Stadtratsantrag gefordert, israelkritischen Antisemitismus aufs Schärfste zu verurteilen und Vermietungen an Gruppen zu unterlassen, welche die Ziele von BDS („Boykott, Devestment and Sanctions“) verfolgen. „Mit der Negierung des Beiratsbeschlusses durch die Mitgliederversammlung ist unser Vertrauen in das Eine-Welt-Haus nachhaltig erschüttert. Deshalb können wir die Zuschussgewährung dieses Jahr nicht mittragen. Wir hoffen auf ein Umdenken der Verantwortlichen des Eine-Welt-Hauses“, so Stadtrat Marion Offman, integrationspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion.

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