Hilfe für Münchner Kitas: Stadt verdoppelt OptiPrax-Ausbildungsplätze

München nimmt seit einem Jahr am Modellversuch „Erzieherausbildung mit optimierten Praxisphasen“ (OptiPrax) des Kultusministeriums teil. Das neue Ausbildungsverfahren für Erzieherinnen und Erzieher mit gestrafften Ausbildungszeiten und durchgängiger Bezahlung soll diesen Beruf und die Arbeitgeberin Landeshauptstadt München attraktiver machen. Nach durchweg positiven Rückmeldungen hat der Kinder- und Jugendhilfeausschuss heute die Verdoppelung der Ausbildungsplätze genehmigt.

Die städtische Fachakademie für Sozialpädagogik (FAKS) steht als Modell-Einrichtung bei der sogenannten Variante zwei des Ministeriums zur Verfügung. Zwei Projekt-Klassen steigen über drei Jahre auf und werden innerhalb des Modellversuchs zweimal nachbesetzt. Diese zwei Klassen wechseln sich im Zwei-Wochen-Rhythmus in ihrer Anwesenheit an der Schule ab und ermöglichen damit einen durchgehenden Schulbetrieb. Den beteiligten Kita-Einrichtungen und Tagesheimen werden jeweils zwei Praktikantinnen bzw. Praktikanten als Tandem zugeteilt, die die Schule abwechselnd besuchen. Durch die heute beschlossene Aufstockung der OptiPrax-Eingangsklassen von zwei auf vier und die Anzahl der Schülerinnen und Schüler im Jahrgang 2018/2019 von 50 auf 100 verdoppelt sich die Zahl der Ausbildungsplätze. Innerhalb von drei Jahren werden 300 Auszubildende die FAKS besuchen und von 150 kooperierenden Kitas betreut. Gleichzeitig wird Lehrpersonal zugeschaltet.

Beatrix Burkhardt
Beatrix Burkhardt

„Unsere Ausbildungsplätze sind sehr begehrt und die Kitas sind vollauf zufrieden mit diesen angehenden Erzieherinnen und Erziehern. Die Aufstockung der Klassenstärke ist ein weiterer Schritt zur Linderungen des Fachkräftemangels in diesem Bereich. Wir konnten bei den Abiturientinnen und Abiturienten neue Zielgruppen erschließen und für diesen anspruchsvollen Beruf begeistern. Die Einführung des OptiPrax-Modellversuchs war für die Landeshauptstadt München ein voller Erfolg, weshalb dieses Projekt vom Freistaat unbedingt entfristet werden sollte“, sagt Stadträtin Beatrix Burkhardt, bildungspolitische Sprecherin der CSU-Stadtratsfraktion.

Alexandra Gaßmann
Alexandra Gaßmann

„Wir bauen Kitas am laufenden Band, kommen aber mit der Einstellung von qualifiziertem Personal kaum hinterher. Es gibt zu wenig Erzieherinnen und Erzieher, denn dieser Beruf ist anspruchsvoll – die Bezahlung könnte hingegen höher sein. Das OptiPrax-Modell ist sehr attraktiv und spricht weitere Zielgruppen an. Familienpolitisch ist die Zuschaltung weitere Ausbildungsplätze eine vorbildhafte Maßnahme, um den Kita-Ausbau nachhaltig voranzubringen“, so Stadträtin Alexandra Gaßmann, familienpolitische Sprecherin der CSU-Fraktion.

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