Floßlände: Optimierung für Surfer und Kanuten

Um die Wasserführung der Floßlände in Thalkirchen für alle Nutzergruppen zu verbessern, entwirft die Verwaltung ein Grobkonzept samt Versuchsplanung und Kosteneinschätzung für eine Machbarkeitsstudie. Die CSU-Stadtratsfraktion begrüßt die geplante Optimierung für alle Wassersportler.

Schall Sebastian
Schall Sebastian

Der Floßkanal zweigt vom Isar-Werkkanal ab und ist der letzte Passage der Floße aus dem Oberland, bevor sie im Auslaufbecken anlanden. Gleichzeitig tummeln sich auf diesem Kanal Münchner Wassersportler: Surfer reiten die Welle am Campingplatz und Kanuten trainieren in der Strömung. Da das Wasser im Anschluss durch das Naturbad Maria Einsiedel fließt, springen die Badegäste dort an heißen Tagen gerne in die Isar. Verschiedene Vorkommnisse in der Vergangenheit führten zu einer Reduzierung der Wassermenge durch die Stadtwerke München (SWM), was sich negativ auf die Nutzungsmöglichkeiten von Surfern und Paddlern auswirkt. Die Surfer konnten ihre Welle durch Einbauten zwar stabilisieren, verschlechterten damit allerdings die Strömungsverhältnisse für die Kanuten an dieser Stelle. Die Kajakfahrer haben während des abendlichen Trainingsbetriebs insgesamt zu wenig Wasser unterm Kiel. Demgegenüber verträgt das Freibad aus Sicherheitsgründen derzeit nicht zu viel Wasser. „München ist in der glücklichen Situation, dass die Isar ein attraktiver Stadt-Fluss für unsere Wassersportler ist. Mitten in München finden Surfer und Kanuten die Floßlände als Trainingsstrecke vor. Leider haben sich die Trainingsbedingungen seit ein paar Jahren verschlechtert. Wir erwarten uns von der Machbarkeitsstudie valide Aussagen zu Wasserständen, Strömungsverhalten und Einbaumöglichkeiten, um daraus Verbesserungsmaßnahmen für alle Nutzergruppen abzuleiten“, sagt Stadtrat Sebastian Schall, Sprecher der CSU-Fraktion im Umweltausschuss.

Kristina Frank
Kristina Frank

Beim Runden Tisch „Wassersport auf der Isar und im Floßkanal“ wurde festgehalten: Alle Nutzer brauchen unterschiedliche Wassermengen und manche zum Teil Einbauten. Mit der derzeitigen Beschaffenheit der Floßgasse können die SWM jedoch nicht mehr als 8,9 m³/s ablassen. Daher hat der Umweltausschuss heute beschlossen, ein Grobkonzept für eine Machbarkeitsstudie im Rahmen eine physikalischen Großmodells zu entwerfen. Diese Studie soll Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die Trainingssituation für Surfer und Kanuten im Floßkanal verbessert werden kann. „Wir wissen, dass sich unsere Münchner Wassersportler für die kommende Saison schnelle Verbesserungen wünschen. Deshalb bleiben wir über den Runden Tisch in Kontakt, um kurzfristige Lösungsvorschläge – soweit technisch möglich – zu diskutieren. Dennoch bitten wir um Geduld, denn die Machbarkeitsstudie samt physikalischem Großmodell braucht seine Zeit. Es macht an dieser Stelle Sinn, sich eingehend mit Bestandsaufnahme und Änderungsmöglichkeiten zu befassen. Schließlich sind wir alle an dauerhaften Maßnahmen interessiert“, so Stadträtin Kristina Frank, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sportpolitische Sprecherin der CSU-Fraktion.

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