Mehr Musik beim Feierwerk: 10 Bandübungsräume entstehen an der Adi-Maislinger-Straße

Nach Beschluss des gemeinsamen Kommunal- und Kulturausschusses entstehen auf einer Gewerbefläche an der Adi-Maislinger-Straße zehn Musikproberäume. Betrieben wird das Gebäude in Holzsystembauweise vom Feierwerk e.V.. Wegen gewerblicher Nutzung des Geländes werden die Übungsräume fünf Jahre nach Fertigstellung innerhalb Münchens umziehen. Die CSU-Stadtratsfraktion ist erfreut über diese gemischte Kultur- und Gewerbeförderung.

Das Kulturreferat beklagt einen hohen Mangel an Bandübungsräumen. Es fehlt an geeigneten Immobilien, denn v.a. die Lärmschutzstandards müssen aus Rücksicht auf die Nachbarschaft eingehalten werden. Die Zwischennutzung der Gewerbefläche an der Adi-Maislinger Straße ist ein Glücksfall:

Richard Quaas
Richard Quaas

In zehn Proberäumen – vielleicht sogar mehr – können rund um die Uhr idealerweise bis zu 100 verschiedene Musikgruppen pro Woche spielen. Betrieben werden die Musikproberäume vom benachbarten Feierwerk e.V.. Gebaut wird in Holzsystembauweise. Ein Pilotprojekt das Schule machen wird, da ist sich die Verwaltung sicher. Der Vorteil: Die Raumzellen können auf die Bedürfnisse angepasst werden und dichten den Schall besser als Stahlcontainer ab. Außerdem können die Module schnell auf- und abgebaut werden und sind andernorts wieder einsetzbar. Das Projekt wird mit 2,245 Mio. Euro veranschlagt.
„Die zehn Bandproberäume brauchen wir dringend in München. Die Musiker werden uns sprichwörtlich die Bude einrennen, sobald das Gebäude steht. Das Gelände beim Feierwerk eignet sich wunderbar für diesen Zweck. Mit dem Feierwerk e.V. haben wir einen Betreiber gefunden, der sich bestens mit der Musikszene auskennt. Besser kann man Kulturförderung nicht betreiben“, findet Stadtrat Richard Quaas, Sprecher der CSU-Fraktion im Kulturausschuss.

Hans Podiuk

Fünf Jahre nach Fertigstellung bzw. spätestens Ende 2024 wird das Gelände dem ursprünglichen Zweck – der Gewerbenutzung – zugeführt, denn Gewerbeflächen sind ebenso rar gesät in München. Bereits während des Zwischennutzung durch die Musiker schreibt die Stadt das Gewerbegrundstück aus, um ansiedlungs- oder erweiterungswillige Unternehmen zu finden.
„Da wir wissen, dass Gewerbeausschreibung und Bauplanungen seine Zeit dauern, ist die Zwischennutzung durch Musikgruppen ideal. Es ist uns wichtig, den Musikern danach eine Perspektive zu bieten. Deshalb sucht das Kommunalreferat nach Standortalternativen. Das Holzgebäude ist nicht ortsgebunden, sondern kann an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. Die CSU möchte Kultur und Gewerbe fördern, nicht gegeneinander ausspielen“, sagt Stadtrat Hans Podiuk, Ehrenvorsitzender und stellvertretender Sprecher der CSU-Fraktion im Kommunalausschuss.

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