Dialog-Displays: München startet zweijährigen Verkehrsversuch

Das Kreisverwaltungsreferat startet einen zweijährigen Verkehrsversuch mit Dialog-Displays für sensible Verkehrsbereiche. München setzt fünf mobile Einheiten mit je zwei Anzeigen vor allem in der Nähe von Schulen, Kindergärten und Kitas ein. Bezirksausschüsse, Anwohner und die CSU-Stadtratsfraktion – auf Initiative des ehemaligen CSU-Stadtrats Dr. Georg Kronawitter – sprechen sich seit Jahren für den Betrieb der Geschwindigkeitsanzeigen aus.

Das Münchner Umland hat schon lange blinkende Geschwindigkeitsanzeigen installiert, um die Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren. In einem zweijährigen Versuchszeitraum setzt München nach den Sommerferien 2018 mobile, akkubetriebene Dialog-Displays an wechselnden Standorten ein. Über einen Komplettdienstleistungsvertrag läuft die Anmietung der Geräte, die ein Feedback zur gefahrenen Geschwindigkeit geben, indem z.B. ein Simley auf der Anzeige erscheint. Als Einsatzort kommen Straßen in Tempo-30-Gebieten in Frage, wo sich Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser oder Alten- und Pflegeheime befinden oder die in irgendeiner Art verkehrlich auffällig sind. Die Bezirksausschüsse werden aufgefordert, zwei Örtlichkeiten für geeignete Standorte zu nennen, denn pro Versuchsjahr wird eine mobile Einheit mit zwei Anzeigen für zwei Monate in ihrem Gebiet aufgestellt. Nach einem erfolgreichen Testbetrieb erhalten die Bezirksausschüsse zusätzlich die Möglichkeit, solche Anlagen aus ihrem eigenen Budget anzuschaffen.

Schall Sebastian
Schall Sebastian

„Blinkende Geschwindigkeitsanzeigen ziehen die Aufmerksamkeit kurz auf sich und generieren eine gesteigerte Geschwindigkeitssensibilität bei allen Verkehrsteilnehmern. Das System funktioniert in den Münchner Umlandgemeinden bereits bestens, München hat hier Nachholbedarf. Deshalb sprechen wir uns bereits heute dezidiert für einen Dauerbetrieb in den Stadtvierteln aus“, sagt Stadtrat Sebastian Schall, stellvertretender Sprecher im Kreisverwaltungsausschuss.

Alexandra Gaßmann
Alexandra Gaßmann

„Ob aus Unachtsamkeit oder Ignoranz: Vor Einrichtungen mit Kindern und Senioren wird oft viel zu schnell gefahren. Die Polizei kann nicht überall gleichzeitig patrouillieren und Raser ausbremsen. Die Stadt München tut gut daran, neue Wege bei der Verkehrsüberwachung zu gehen. Solche Dialog-Displays machen Verkehrsteilnehmer auf ihre Geschwindigkeit aufmerksam. Jeder, der für unsere Kinder und Senioren bremst, verdient ein Smiley“, findet Stadträtin Alexandra Gaßmann, familienpolitische Sprecherin der CSU-Fraktion.

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