Münchner Gewerbehöfe: Neue Standorte geplant

In der Fortentwicklung des Münchner Gewerbehofprogramms stellt das Referat für Arbeit und Wirtschaft (RAW) potentielle neue Gewerbehofstandorte und Erweiterungsmöglichkeiten vor. Diese Art der Gewerbeförderung ist für die CSU-Stadtratsfraktion ein wesentlicher Baustein zur Stärkung der Münchner Wirtschaftsstruktur.

Der erste Gewerbehof am Frankfurter Ring wurde 1983 eröffnet. Das Konzept ist eine Erfolgsgeschichte, weshalb 1993 beschlossen wurde, ein flächendeckendes Netz von Gewerbehöfen im gesamten Stadtgebiet aufzubauen. Seitdem kamen sieben weitere Standorte dazu: Ostbahnhof, Westend, Perlach, Sendling, Giesing, Am Westpark und Laim. Ein weiterer Gewerbehof für ca. 50 Betriebe wird 2019 im Norden fertiggestellt. Jährlich stellt das RAW 2,5 Mio. Euro für Investitionen bereit, die zur Finanzierung angespart werden. Kleine Handwerksfirmen, mittelständische Unternehmen, Existenzgründer und Kreative finden in den Gewerbehöfen eine optimal verdichtete Infrastruktur vor. Faire Mieten – die Gründerfirmen erhalten in den ersten drei Jahren Mietpreisnachlässe – und langfristige Mietverträge garantieren hohe Planungssicherheit für die Firmen. Die Nachbarschaft profitiert von diesen Dienstleistungen und wird durch verdichtete Bauweise vor Immissionen geschützt.

Manuel Pretzl
Manuel Pretzl

„Diese Art der Gewerbeförderung ist ein wesentlicher Baustein zur Stärkung der Münchner Wirtschaftsstruktur. Am Beispiel der Gewerbehöfe zeigt sich, wie verträglich Gewerbe auf verdichteter Fläche direkt in der Innenstadt realisiert werden kann. Der Bedarf unserer Handwerksbetriebe übersteigt unser Angebot an Gewerbeflächen bei weitem. Unser Weg, neue Standorte zu planen, sichert einerseits Existenzen und schafft Raum für neue Entwicklungen. Eine gute Investition in den Wirtschaftsstandort München“, sagt Stadtrat Manuel Pretzl, Fraktionsvorsitzender und wirtschaftspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion.

Konkrete Überlegungen gibt es für folgende Standorte: Viehhof, Pasing, Maxvorstadt, Zamdorf, Freiham, Allach, Moosach und Schwabing-Freimann. Der Gewerbehof am Ostbahnhof könnte abgerissen und komplett neu gebaut werden.

Johann Sauerer

„München ist nach wie vor ein beliebter Wirtschaftsstandort. Damit das auch in Zukunft so bleibt, muss die Stadt dem Gewerbe attraktive Räumlichkeiten und Flächen anbieten. Uns ist der Erhalt der sogenannte Münchner Mischung wichtig: Handwerker, Mittelständler und internationale Unternehmen ergänzen und inspirieren sich im besten Fall gegenseitig. Da unsere Flächenreserven endlich sind, müssen wir bei der Suche nach neuen Gewerbehofstandorten auf eine gute Verträglichkeit mit naher Wohnbebauung achten. Denn Gewerbehöfe sollen mitten in urbanen Innenstadtlagen ebenso Platz finden, wie in Stadtrandlagen. In Freiham hätten wir im Technologiepark noch Platz, um Unternehmen eine neue Heimat zu bieten. Wir wollen unsere Firmen nicht an das Umland verlieren“, so Stadtrat Johann Sauerer.

Sebastian Schall

„Wir bringen neuen Schwung in die Gewerbehofplanungen und wollen sobald wie möglich neue Gewerbehofstandorte priorisieren und entwickeln. Durch die Ausweisung neuer Standorte schließen wir die Lücken im Netz der Gewerbehofstruktur. Die beiden Gewerbehöfe der Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung (MGS) gehen aus diesem Grund 2019 an die Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrumsgesellschaft (MGH) über. Die MGH ist damit unser kompetenter Ansprechpartner für Gewerbeentwicklung in der Stadt“, meint Stadtrat Sebastian Schall.

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