Statement von Stadtrat Marian Offman zum interfraktionellen Stadtratsantrag „Erinnerung an den Brandanschlag auf das Altenheim der Israelitischen Kultusgemeinde“

Marian Offman

„Jedes Mal, wenn ich durch die Reichenbachstraße gehe, muss ich an den schrecklichen Brandanschlag auf das jüdische Altenheim denken, bei dem sieben Bewohnerinnen und Bewohner ums Leben kamen. Es ist an der Zeit, dass sich die Stadtgesellschaft an dieses Verbrechen erinnert und den Opfern würdig gedenkt. Wir hoffen außerdem auf die Wiederaufnahme der Ermittlungen, denn bis heute konnte diese schlimme Tat nicht aufgeklärt werden. Wir stellen uns die Anbringung einer Gedenktafel in der Reichenbachstraße vor. Diese Art der Erinnerungskultur bringt uns zum Innehalten und Nachdenken. Dieses Erinnern ist gerade in Zeiten des Erstarkens rechtspopulistischer Aktivitäten von großer Bedeutung“, sagt Stadtrat Marian Offman, integrationspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion.

2 Gedanken zu “Statement von Stadtrat Marian Offman zum interfraktionellen Stadtratsantrag „Erinnerung an den Brandanschlag auf das Altenheim der Israelitischen Kultusgemeinde“

  1. Sehr geehrter Herr Offman,

    die Erinnerung an den Anschlag auf das Leben von sieben Menschen und auf die Israelitische Kultusgemeinde muss in die Öffentlichkeit gebracht und in ihr wachgehalten werden. Vor dem interfraktionellen Antrag hat die Stadtratsgruppe LKR einen Antrag auf ein städtisches Mahnmal gestellt. Mit diesem Antrag scheint die Stadtratsgruppe LKR allerdings auch das Ziel der Diskreditierung zu verfolgen, indem sie die Täterschaft einseitig im politisch linken Spektrum verortet.
    Leider ist es in der Tat so, dass Antisemitismus auch im der politisch linken Spektrum virulent war und ist. Immerhin gibt es in diesem Spektrum Einzelpersonen und Strömungen, die sich nach Kräften gegen Antisemitismus „in den eigenen Reihen“ engagieren.
    Die Bundesanwaltschaft hat mit Einstellung der Ermittlungen im November 2011 mitgeteilt, dass Indizien vorhanden seien, „die für eine Tatbegehung aus dem linksextremistischen Bereich sprechen. Die vorhandenen Verdachtsmomente reichen jedoch für einen konkreten Tatverdacht gegen eine bestimmte Person oder Gruppierung nicht aus.“
    In der Aprilausgabe der Stadtteilzeitung „Haidhauser Nachrichten“ ist ein Artikel zum Thema veröffentlicht. Auf Ihren Wunsch schicke ich Ihnen gerne ein Exemplar zu.
    Mit freundlichen Grüßen
    Andreas Bohl

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