Nach der Wiesn ist vor der Wiesn: Stadtrat befasst sich mit Auswirkungen der Sicherheitskosten

Im Wirtschaftsausschuss wurde heute zum einen über die Unterstützung für den Trachten- und Schützenumzug entschieden, zum anderen über die Finanzierung des Oktoberfestes durch eine Erhöhung der Umsatzpacht. Beide Entscheidungen sichern den Fortbestand des beliebtesten Volksfestes der Welt, findet die CSU-Fraktion.

Der Wirtschaftsausschuss stand unter den Vorzeichen des Oktoberfestes 2018. Zunächst wurde dem Festring München e.V. der Zuschuss für den Trachten- und Schützenumzug erhöht. Wie in einem Antrag von CSU und SPD gefordert, erhält der Festring in 2018 bis zu 148.000 Euro und ab 2019 maximal 200.000 Euro Fehlbetragausgleich pro Jahr. Die Schulden aus 2017 in Höhe von 67.530 Euro werden ebenfalls durch die Stadt ausgeglichen. Warum diese Kostensteigerung? Die Auflagen für den Umzug steigen jedes Jahr und mehr Sicherheit kostet bekanntlich mehr Geld.

Manuel Pretzl
Manuel Pretzl

„Der alljährliche Trachten- und Schützenumzug zu Beginn des Oktoberfestes ist DAS Aushängeschild Münchens in der ganzen Welt. Wir sind dem Festring sehr dankbar für die Organisation und Durchführung. Die Stadt München könnte dies in der Form sicherlich nicht übernehmen, geschweige denn günstiger durchführen. Wir sicheren mit unserer Unterstützung den Erhalt dieser traditionellen Veranstaltung. Wir wünschen dem Festring dieses Jahr viel Erfolg, zahlreiche Teilnehmer und gutes Wetter“, sagt Stadtrat Manuel Pretzl, Fraktionsvorsitzender und Sprecher der CSU-Fraktion im Wirtschaftsausschuss.

Weil die Umsatzpachteinnahmen im Vorjahr geringer als angenommen ausgefallen sind, muss für das Oktoberfest 2018 eine neue Kalkulation erfolgen. Das Fest muss kostendeckend arbeiten. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 11,4 Mio. € für Sicherheitsmaßnahmen und die erfolgreiche Durchführung des Oktoberfestes.

Otto Seidl
Otto Seidl

„Die Erhöhung der Umsatzpacht hängt mit den Sicherheitskosten zusammen. Wir wollen und dürfen nicht an Sicherheitsmaßnahmen sparen, denn die Durchführung des Oktoberfestes und die Sicherheit der Besucher haben für uns oberste Priorität“, sagt Stadtrat Otto Seidl, Wiesnstadtrat.

Die Kosten werden nach dem Prinzip der Leistungsfähigkeit umgelegt. Die Gastronomiebetriebe mit Alkoholausschank haben die größte Umsatzstabilität, weshalb die Umsatzpacht auf 6,1 % für Café-, Wein- und Barbetriebe; Hühnerbratereien; Wurst- und Imbisshallen und auf 7,8 % für Festhallen, das Familienplatzl und die Bier- und Stehausschankbetriebe festgesetzt wird.

„Die Sicherheitskosten werden durch die Umsatzpacht je nach Leistungsfähigkeit und Gewinnerwartung gerecht auf die Teilnehmer verteilt. Die Stadt München verhält sich verantwortungsbewusst, was wir im Gegenzug genauso von den Wiesnwirten erwarten. Es gibt keinen Automatismus bei der Bierpreiserhöhung. Wir appellieren an die Wirte, die Preise nicht oder nur moderat anzuheben. Es liegt ihn ihrem eigenen Interesse, dass das Fest ein Volksfest für alle bleibt“, findet Stadtrat Manuel Pretzl.

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